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Courier gegen Armfelt, Rußlands Anerbieten und die Art, wie die ſchwediſche Regierung Sie behandelt.
Dabei hatte er die Schnur des Vorhangs erfaßt und ließ ihn hinaufrollen.
— Wie herrlich und blau, wie warm und mild! rief Vincenz.
Und ſein Geſicht ſtrahlte beinahe verklärt.
— Wie abſcheulich und grauſam! riefen die Uebri⸗
gen. und bitterer Verdruß zeigte ſich in ihren Mienen.
Vincenz betrachtete die Sonne.
Die Uebrigen betrachteten eine Tafel, die einige Stadtdiener ſo eben vor dem Fenſter an einen Pfahl aufgenagelt hatten.
Im Auge der ſtrahlenden Sonne las Vincenz eine Verheißung von Licht und Frieden.
— Guſtap Moritz, laſen die Uebrigen in großen Buchſtaben auf der Tafel, der Verräther ſeines Vater⸗ landes, friedlos im ganzen ſchwediſchen Reich und den ihm untergebenen Ländern.
Das Urtheil gegen Armfelt war vollſtreckt worden.
— Welch eine ſchöne Stunde! flüſterte Vincenz.
— Ein entſetzlich harter Schlag! dachten die Andern.
Armfelt litt tief; Döring fühlte ſich zerknirſcht.
Aber in dieſem Augenblick dachte er bloß an Louiſe, .er erinnerte ſich nicht einmal mehr, daß er einen Vater gefunden hatte.
— Arme Louiſe, ſeufzte er.
— Sie ſchweigen, Herr Baron, fiel der Courier ein; wollen Sie noch jetzt Ihren Beſchluß nicht ändern und mir nach Petersburg folgen?
Dieſe Frage zog Aller Augen auf Armfelt.
Armfelt heftete einen ſcharfen Blick auf den Courier, während er ſtill blieb.
— Sie folgen mir...
Armfelt erhob dabei ſein ſtolzes Haupt wieder, und ein klarer Strahl glänzte in ſeinem Auge.


