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die Heftigkeit bemerkte, die in dem Geſpräch eintrat, begann er unruhig zu werden, und ſeine Unruhe ſteigerte ſich mit der Leidenſchaftlichkeit der ſprechenden Perſonen. Mehr als einmal legte er die Hand an's Schloß, um einzutreten, that ſich aber Einhalt. Zuletzt, als er den Angſtſchrei ſeiner Schweſter hörte, vermochte er ſich nicht läuger zu bezwingen, ſondern trat ein.
Obſchon die Raſerei des Herzogs ſich bei Bengt's Anblick ein wenig zu legen ſchien ſo verminderte ſich doch ſein Zorn und Verdruß nicht.
— Sie hier? ſtammelte er.
— Ich bin auf meinem Platz, Ew. Hoheit. Ich bin bei meiner Schweſter.
— Bengt, Bengt, klagte Fräulein Rudenſköld und lehnte ihr Haupt an ſeine Schulter.
— Beruhige Dich, Schweſter, beruhige Dich. Fürchte nichts, ich bin hier.
— Ich fürchte nicht für mich, ſondern nur für Dich, Bengt, verlaß mich. Was willſt Du hier?
— Thoren, rief der Herzog, Ihr wißt nicht, wie weit ein beleidigter Fürſt in ſeiner Rache gehen kann. Fürchtet mich.. meine Macht erreicht Euch.
Und noch zitternd vor Zorn entfernte er ſich.


