89
Wiljams konnte ihr das nicht verweigern.— 4
— Hören Sie... jetzt ſteigt die Königin an's Land. Jubelruf und Vivatgeſchrei von Seiten des Volkes erfüllten in dieſem Augenblick die Luft. 1
— Ich muß ihr entgegengehen. Leben Sie wohl, mein Herr.
Als Wiljams ſich verbeugte, um die Dame zu ver⸗ laſſen, fiel ſein Blick wieder auf das Gemälde, das ſeine Aufmerkſamkeit ſo ſehr angezogen hatte, als er eintrat.
— Darf ich es wagen, Sie um eine Gunſt zu bit⸗ ten? fragte er.
— Um mehr als eine, mein Herr, aber beeilen Sie ſich nur.
— Iſt dieſes Gemälde ein Portrait, oder iſt es ein Phantaſiebild?
— Sie ſollen das ein andermal erfahren.
— Nein, jetzt, jetzt...
— Ich habe geſagt ein andermal. Hören Sie... man kommt... leben Sie wohl.
Als Wiljams die Hand an's Schloß legte, um ſich zu entfernen, that er ſich gleichwohl noch einmal Einhalt.
— Sie müſſen mir noch einige Worte geſtatten.
— Lazſſen Sie hören. Aber Sie ſehen, daß ich Eile habe.
— Sie läugnen doch nicht, daß ich mein Knie vor Ihnen beugen durfte.
— Nun?
— Daß ich Ihre Hand in der meinigen ochalten und den weichen Sammet derſelben geküßt habe?
— Was meinen Sie damit?
— Daß ich Ihnen Gehorſam geſchworen habe?
— Nun und dann?
— Daß ich einen wichtigen Auftrag von Ihnen em⸗ pfangen habe?
— Das iſt wahr.


