Teil eines Werkes 
11. bis 15. Bändchen (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

84

— Sie muüſſen zugeben, unterbrach ſie ſich ſelbſt, daß er gerade wie eine Musketenkugel ſpricht; aber hören Sie weiter.

— Er wird für Sie in den Tod gehen, wenn Sie ihn recht behandeln; er wird Sie tödten, aber nicht ver⸗ rathen, wenn Sie ihn unredlich behandeln.

— Würden Sie das thun? fragte ſie Wiljams.

Ihre Frage beſtand weniger in Worten, als in dem Blitz, der aus ihren ſtrahlenden Augen hervorſchoß.

— Der Admiral ſcherzt, Madame. Ich würde lieber mich ſelbſt tödten als Sie, und zwar aus zwei Gründen: erſtens weil Sie eine Dame ſind.

— Sie könnten alſo eine Dame nicht tödten?

— Unmäglich.

— Aber wenn Sie Ihnen untreu würde?

— Im Fall Sie mich einmals wirklich geliebt hätte, ſo läge die Schuld immer auf meiner Seite.

— Ich achte Ihre Philoſophie; aber laſſen Sie mich jetzt auch den zweiten Grund hören... Sie lächeln ... Sie ſind alſo nicht die Griesgrämigkeit ſelbſt... das freut mich... Nun der andere Grund 2

— Sie ſind zu meinem Vorgeſetzten ernannt, und ich weiß, was ich der Subordination ſchulde.

Wiljams lächelte wirklich, als er dieß ſagte.

— Sie erkennen mich alſo wirklich als Ihren Vor⸗ geſetzten an? Ich danke Ihnen, ich war in Wahrheit uͤber dieſen Punkt etwas bange.

— Der Admiral will es und ich gehorche.

— Sie gehorchen alſo bloß dem Admiral und nicht mir; aber wenn ich mir's einfallen ließe auf den Ad⸗ miral eiferſüchtig zu werden?

— Was Sie befehlen, werde ich ſo pünktlich erfül⸗ len, wie wenn es in einer Generalordre ſtände.

— O das iſt göttlich. Sie erblicken in mir bloß eine Generalordre? Nun wohl, dann will ich auch meine Macht gebrauchen und eine Ordre ausfertigen. Beugen

*

„

—-——.,—