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laſt liegt mit der einen Seite am Meer, dicht an dem⸗ ſelben, und mit der andern am Largo del Caſtello. Die Facade iſt ſehr groß, ſie hat drei Thore von gleicher Höhe und iſt mit Granitſäulen geſchmückt, welche die Balkone des erſten Stockes tragen. Im Uebrigen iſt er mit drei Reihen Pfeiler über einander, doriſchen, joni⸗ ſchen und corinthiſchen, verziert, und das Ganze iſt mit einer Baluſtrade gekrönt, die abwechſelnd mit Pyrami⸗ den und Vaſen garnirt iſt.
Die Wanderer traten auf einen der Burghöfe des Palaſtes und verſchwanden bald im Schloßgewölbe. Nach einem kurzen Gang wurde der Engländer in ein großes Audienzzimmer geführt, und bald ſtand er vor General Acton, der, ſeit der Marquis Tonucci ſich von den Re⸗ gierungsgeſchäften zurückgezogen, ſeinen einflußreichen Poſten übernommen hatte.
Ritter Acton, ein geborner Engländer, war in
neapolitaniſche Dienſte übergetreten. Mit einem guten Kopf und einem unerſchütterlich feſten Charakter begabt, leitete er die Geſchäfte in monarchiſchem Geiſt. Günſt⸗ ling der Königin Marie Caroline, einer Tochter der Kaiſerin Maria Thereſia und Schweſter der ungluͤcklichen Marie Antoinette von Frankreich, herrſchte er unbeſchränkt in ihrem Intereſſe. Der ſchwache Ferdinand IV beſchäf⸗ tigte ſich mehr mit Fiſchfang und Jagd als mit Regie⸗ rungsgeſchäften. Man muß es Marie Carolinen verzeihen, wenn ſie für Frankreich und die revolutionären Prinzipien, welche dort den Thron umſtürzten und ihre Schweſter auf die Guillotine führten, keine Zuneigung hegte. Das Herz hat ſeine Stimme ſo gut wie das Volk, die Natur ihre Geſetze ſo gut wie die Politik.
Die Vaterlandsliebe war auch einer der Hebel der Politik, welche beide Sicilien beherrſchte. Marie Caro⸗ line war Oeſtreicherin, Acton war Engländer: die Po⸗ litik war daher öſtreichiſch⸗engliſch, oder, mit andern Worten: Freundſchaft mit Allen, die Frankreich haßten.


