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und insbeſondre den Töchtern unſerer Nation zur Lektüre bieten könne, und welche den Forderungen an das Prädikat „Luſt und Lehre“ entſprächen. Ich wollte mich dieſem Verſuche nicht entziehen, zum angeregten Zweck eine kleine Auswahl von Novellen und Geſchichten zuſammenzuſtellen, welche bei volks⸗ thümlichem und einigermaßen lehrhaftem Gehalt die Leſerinnen menſchlich anzumuthen, gemüthlich und ſittlich zu erheben ge⸗ eignet und eine geſunde Hausmannskoſt für Geiſt und Herz wären, zugleich aber einen hübſchen Band bildeten, welchen Väter, Gatten, Brüder, Verlobte u. ſ. w. zu Geburtstags⸗, Weihnachts- und Feſtgeſchenken für ihre Gattinnen, Töchter und Bräute verwenden könnten, wie jene mir ſo wohlwollenden Frauen vorgeſchlagen hatten. Hier liegt nun die erſte Samm⸗ lung vor, welcher, falls ſie beifällig aufgenommen und als be⸗ rechtigt anerkannt würde, noch einige weitere Bände folgen könnten. Der Ton und Inhalt der Erzählungen mag für ſich ſelbſt ſprechen, wenn dieſelben auch auf vollendete Kunſtform und literariſchen Werth keinen Anſpruch erheben. Möge daher meine beſcheidene Spende um ihrer guten Abſicht willen Nach⸗ ſicht und Wohlwollen finden und manches ſchlichte Gemüth anſprechen! O. M.


