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Abriß der Länder- und Staatenkunde, besonders von Deutschland : mit beständiger Hinsicht auf die neuesten Veränderungen und kurzen historischen Notizen / bearbeitet von Johann Heinrich Müller, Lehrer an der Realschule zu Hattinger, in der Grafschaft Mark
Entstehung
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Orte zum andern ziehen; und endlich mehr oder weniger geſittete(kultivirte) Voͤlker, die neben der Jagd, Fiſcherey und Viehzucht auch Ackerbau und Kuͤnſte treiben, und feſte Wohnplaͤtze, Geſetze und buͤrgerliche Einrichtung haben.

56) Diejenigen Menſchen, welche Sprache, Sitten und Urſprung mit einander gemein haben, nennt man eine Nation oder ein Volk.

. 57) Ein Staat iſt ein gewiſſer Bezirk Landes, der viele Oerter in ſich faßt, deren Bewohner ſich vermittelſt einer unabhaͤngigen Regierung der gemein⸗ ſchaftlichen Sicherheit wegen mit einander verbunden haben. Ein ſolcher Staat kann mehrere Nationen, ſo wie eine Nation mehrere Staaten in ſich begreifen.

58) Die Regierungsform eines Landes iſt ent⸗ weder monarchiſch oder republikaniſch.

59) Ein monarchiſcher Staat iſt ein ſol⸗

cher, wo die geſetzgebende und vollziehende Macht in den Haͤnden eines einzigen hoͤchſten Oberhauptes entweder voͤllig oder noch zum Theil iſt. 60) Dergleichen Oberhaͤupter ſind in Europa: Kaiſer, Koͤnige, Churfuͤrſten, Erzherzoge, Groß⸗ herzoge, Herzoge, Fuͤrſten von verſchiedener Art, Grafen ꝛc. In den uͤbrigen Erdtheilen fuͤhren ſie den Titel: Sultan, Schach, Chan, Emir, Nabob, Cazike, Dey, Bey und dergl.

61) In einigen Staaten herrſcht der Regent unumſchraͤnkt, d. h. er iſt an keine Geſetze gebun⸗