Teil eines Werkes 
5. bis 14. Bändchen (1853)
Entstehung
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— Sie haben Recht, Marfa. Möge Gott ihr den Beſchluß eingeben, nicht zu kommen!

— Sie kommt; ich bin es überzeugt. Ich kann nicht läugnen, fuhr ſie dann fort, daß der Vorfall mich beunruhigt. Orlow kann in ſeinem Haß weit gehen. Ich weiß nicht, ob wir nach dieſem Ereigniß das Mäd⸗ chen von Ihrem Hierſein unterrichten ſollen.

— Thun Sie es nicht... wir ſchieben das auf... ſie würde dadurch nur noch ängſtlicher werden.

— Das mag ſein, verſetzte Marfa, aber auf der andern Seite duͤrfte es ihr auch mehr Vorſicht bei⸗ bringen. Unter keinen Umſtänden kann Orlow, oder ein Anderer Verdacht gegen uns hegen. Mein Name ſchützt mich.

— Wir müſſen das zugeben, aber nichtsdeſtoweniger ... ein einziges unvorſichtiges Wort...

— Sie iſt kein Kind mehr, ſie iſt ein verſtändiges Mädchen. Aber da fällt mir etwas ein.

— Laſſen Sie hören.

— Marfa wandte ſich dabei an den Abbé.

— Ich denke an die Möglichkeit, ſagte ſie, daß die Dokumente, welche Wanja aus Neapel ſchickte, in Or⸗ low's Hände gefallen ſein könnten. Sie müßten ſonſt ſchon ſeit mehreren Wochen hier ſein.

Neue Beſtürzung erfaßte die Alten.

— Er iſt Chef der geheimen Polizei, fuhr Marfa fort, und dieſe hat auch in der Poſt ein Comptoir.

— Sie erſchrecken uns, Marfa.

— Ich erſchrecke ſelbſt beinahe über dieſen Gedan⸗ ken, geſtand Marfa, denn in dieſem Falle können wir die Dokumente als verloren betrachten.

— Das möge der Himmel verhüten! fiel der Abbé ein. Ich beſitze zwar das Hauptdokument noch; aber die mit der Poſt abgeſchickten Aktenſtücke enthalten ſo wichtige Angaben, daß wir ohne ſie nicht klar werden können. Hätte ich die Verhältniſſe gekannt, ſo wäre dieſe Unvorſichtigkeit nicht begangen worden; aber es