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vorher hatte er ſich in demſelben Lichte gezeigt, und da alles Ritterliche leicht Wohlwollen und Beifall gewinnt, ſo hatte er auch bereits die Kaiſerin gewonnen.
Mit Wohlgefallen weilten ihre Blicke auf ihm.
— Alſo, ſagte ſie, Sie ſind jetzt Ruſſe?
— Mit all der Macht, die Gott Ew. Majeſtät ver⸗ liehen hat, können Sie über mich richten, wenn Woro⸗ witſch und Willanow entflohen ſind. Wenn Ew. Maje⸗ ſtät erlauben, ſo entferne ich mich ſogleich, um den Sach⸗ verhalt auszumitteln.
Die Kaiſerin nickte beifällig. Döring entfernte ſich. Subow wandte ſich mit einem fragenden Ausdruck an
rlow.
Orlow lächelte höhniſch.
— Folgen Sie mir, Subow, ſagte die Kaiſerin, worauf ſie gleichfalls die Galerie verließ.
Als Armfelt ſah, daß es Orlow gelingen ſollte, ſich aus dem Spiel zu ziehen, verſank er in ſeine eigenen Gedanken, und da die Kaiſerin Subow den Arm reichte, ſo begriff er, daß er die Partie verloren hatte. Lang⸗ ſam erhob er ſein Haupt und blickte ihnen nach. Welche Pläne wälzten ſich wohl dabei in dem Haupte dieſes ebenſo ſtolzen als geiſtreichen Mannes? Er hatte eine Niederlage erlitten; aber fühlte er ſich wohl deßhalb vernichtet?
Orlow ſtand noch da. Auch er war ſtark in Folge der Hilfsmittel, die ſich im Augenblick der Noth immer in ſeiner thätigen Seele vorfanden.
Herausfordernd begegneten ſich jetzt die Blicke bei⸗
der. Die Gegner hatten einander gefunden. Keiner von beiden ſenkte den Blick. Beide ſchienen ſich mit Stolz gegen einander zu bewaffnen. 3
— Ich bin Ruſſe, begann endlich Orlow, der ſei⸗ nen Zorn nicht länger zurückzuhalten vermochte, ich bin...
An der Art, wie Orlow dieſes einzige Wort aus⸗ ſprach, hörte man gar zu deutlich, daß ein langerer


