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Der Uhlanenrittmeiſter wollte einfallen, aber der Großfürſt befahl ihm zu ſchweigen.
— Du trägſt das Courierzeichen auf der Bruſt, redete er Döring wieder an. Was ſoll das bedeuten?
— Daß ich Courier bin.
— Courier? Woher?
Während des Widerſtandes, den Döring geleiſtet, war das Courierzeichen herausgedrängt worden, und hing jetzt ſichtbar auf ſeiner Bruſt.
— Von Stockholm.
Die Stirne des Großfürſten legte ſich in düſtere Falten. Jeder, der ſeine inneren Familienverhältniſſe kannte, vermochte die Urſache des Mißvergnügens, das ſich bei ihm kund that, wohl einzuſehen.
— In weſſen Geſchäften befindeſt Du Dich hier?
— In Geſchäften des Barons Armfelt.
Der düſtere Ausdruck verſchwand wieder. Die Stirne ebnete, das Geſicht erheiterte ſich.
— Haſt Du den Baron getroffen?
— Nein.
— Wann biſt Du hier angelangt?
— So eben.
Der Großfürſt verſtummte; aber mit einem for⸗ ſchenden Blick ſchien er in Döring's Geſicht leſen zu wollen, ob er gute oder ſchlechte Nachrichten mitbringe. Einen Augenblick bewegten ſich ſogar ſeine Lippen, gleich als wolle er ſich Aufſchluß über Etwas verſchaf⸗ fen, was ihn zu ſehr zu intereſſiren ſchien; aber er kniff die Lippen wieder zuſammen, wie wenn er ſeinen Wunſch unterdrücken wollte. Statt deſſen wandte er ſich mit einer heftigen Bewegung gegen diejenigen, welche Döring umgaben.
— Warum wolltet Ihr ihn verhaften?
— Wir haben Befehl erhalten. — Befehl, Befehl! unterbrach er den Sprecher mit einer gewaltſamen Geberde, welche bewies, wie ſchnell


