Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1852)
Entstehung
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auch bemerkt zu haben, daß ſie ihn mit zärtlicher Hin⸗

gebung empfangen.

Worowitſch befand ſich in dem Alter, wo die Wur⸗ zeln, welche die Liebe ſchlägt, das ganze Herz durch⸗ dringen, und die Blumen, welche ſie entwickelt, für die

Gedanken und das Gemüth allzeit friſche und grüne

Zweige werden, zu denen ſie während ihres jugendlichen Flugs um die Welt beſtändig ſehnſuchtsvoll zurückkehren, nicht bloß um den Duft, ſondern auch die Ruhe zu fin⸗ den, die ihre Seligkeit ausmacht.

Allerdings hatte die Maske Döring das Geſicht der Dame verborgen, aber er hatte ihren Wuchs, er hatte das Feuer in ihrem dunkeln Auge, er hatte die lebhafte Bewegung geſehen, womit ſie die Hand des Jünglings

drückte, und daraus ſchloß er auf das, was in ihrem

Innern vorging.. Während er hin und her wandelte, drängte ſich ihm mehr als ein melancholiſcher Gedanke auf, und ſeine Seele flog auf den Fittigen der Erinnerung nach Schwe⸗ den hinüber, wo ſein Herz den erſten Eindruck der Liebe erfahren, aber auch Alles, ſogar die Hoffnung verloren atte. W3 Rings um ihn her war es ſo ſchweigſam und

ruhig. Die Bäume flochten ihre Zweige in einander

und umgaben ihn auf allen Seiten, gleich als wanderte er in einer großen Laube auf und ab. Von Zeit zu Zeit näherte ſich ihm bloß das Getöne von den Ausru⸗ fungen des Händlers, die ihm zugleich die Gewißheit ver⸗ ſchafften, daß auch er auf der Wacht ſtehe.

Döring's Furcht vor einer Ueberraſchung verſchwand allmälig; er gab ſich ſeiner eigenen Schwärmerei hin

und nahm Platz auf einer Bank nahe bei der Thuͤre der Hütte. Indem er liebe, theure Namen in den Sand zeich⸗

nete, vertiefte er ſich immer mehr in ſeine Erinnerungen,

während die Gegenwart immer mehr erblaßte.

Endlich hörte er, wie die Thüre der Hütie kafne