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horizontal; die vordere wird durch die Richtung des Maſtes beſtimmt, an dem ſie mit Ringen von Holz oder Seilwerk, die ſich auf und nieder ſchieben laſſen, befeſtigt iſt. Die obere Kante läuft vom Maſte ſchräg in die Höhe, und iſt, ſtatt der Raa, an eine Gaffel gebunden. Die etwas ausgebogte hintere ragt unten etwas weiter als oben hervor.
Galeaſſe, ein bei den Dänen, Schweden, Holländern und Hamburgern gebräuch⸗ liches Fahrzeug, welches einen Hauptmaſt mit einem Gaffel⸗, einem Top⸗ und einem Bramſegel, ſo wie mit mehren Stagſegeln, und auch einen kleinen Beſaanmaſt führt. Es hat dieſelbe Geſtalt, wie eine einmaſtige Galeote, von der es ſich nur dadurch unterſcheidet, daß es mit einem platten Spiegel verſehen, jene hingegen hinten ab⸗ gerundet iſt.
Galeere, ſiehe Band 1 Seite 100.
Galeote oder Galliote, ein bei den Dänen und Schweden gebräuchliches Fahrzeug. Es hat einen Hauptmaſt mit Gaffel⸗, Top⸗ und Bramſegel, auch mehren Stagſegeln, und einen Beſaanmaſt. Sein Hintertheil iſt abgerundet, wodurch es ſich von den Galeaſſen unterſcheidet. Es gibt auch dreimaſtige Galeoten, welche wie die zwei⸗ maſtigen geſtaltet, und von dieſen nur dadurch verſchieden ſind, daß ſie einen Fock⸗ maſt haben.
Galerie, ein drei bis vier Fuß hervorſpringender Geländergang oder Altan, der hinten am Schiffe, vor den Fenſtern der Kajüte, zur Zierde und Bequemlichkeit an⸗ gebracht iſt. Nur große Schiffe ſind mit einer Galerie verſehen; Dreidecker haben gewöhnlich zwei über einander. Außerdem befinden ſich auf beiden Seiten des Schiffes Galerien, die theils offen, theils zugebaut und mit Fenſtern verſehen ſind; dieſe Plätze dienen gewöhnlich zu Abtritten für die Offtziere.
Gallion(das oftmals mit Gallione, einer beſondern Art ſpaniſcher Schiffe, verwech⸗ ſelt wird,) iſt ein am Bug angebrachter Vorſprung, welcher, da die Spitze desſelben mit einer Figur, z. B. dem Bildniß eines Löwen, eines Adlers u. ſ. w. verſehen iſt, zur Zierde des Schiffes, hauptſächlich aber zur Unterſtützung des Bugſpriets, ſo wie auch zu Abtritten für das Schiffsvolk dient. Nur Kriegsſchiffe und große Kauf⸗ fahrer haben ein Gallion.
Geſchützpforten, ſiehe Stückpforten.
Giekſegel, unterſcheidet ſich vom Gaffelſegel blos dadurch, daß die untere Kante desſelben an einem beſondern Baum, Giekbaum genannt, ausgeſpannt wird.
Großer Maſt oder Hauptmaſt, ſiehe Maſt.
Harpune, ein drei Fuß langes, ſpitziges und mit Widerhaken verſehenes Gnni wel⸗ ches auf große Fiſche, um ſie zu tödten, geworfen wird. Am hintern Ende, das ein rundes Loch hat, wird eine Leine befeſtigt.
Hauptmaſt oder großer Maſt, ſiehe Maſt.
Heck, das ganze platte Hintertheil eines Schiffs.
Helling, eine Vorrichtung in Schiffswerften, um Schiffe darauf zu bauen oder aus⸗ zubeſſern. Sie beſteht in einem langen, auf ſtarkem Pfahlwerk ruhenden und etwas über der Erde erhabenen Holze, das gegen die Waſſerſeite ein wenig abhängig iſt. Es muß ſo lang ſein, daß die Kiele der zu bauenden Schiffe nach ihrer ganzen Länge darauf liegen können; auch muß es noch ſo weit in's Waſſer reichen, daß die Schiffe völlig darauf ablaufen können. Zu dem Ende, ſo wie auch zum Aufwinden ſchad⸗


