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Backſtagswind, ein Wind, der ungefähr dieſelbe Richtung hat, in welcher die Back⸗ ſtagen nach den Spitzen des Bugſpriets und des Klüverbaums zulaufen, nämlich ſchräg von hinten. Wenn der Wind z. B. aus Südoſten oder aus Südweſten weht, und das Schiff ſegelt nach Norden, ſo hat es Backſtagswind.
Barkaſſe, das ſchwerſte und am ſtärkſten gebaute Boot, welches Krieg⸗ und andere große Schiffe mit ſich führen. Es dient hauptſächlich die Anker auszuwerfen und ſie wieder zu lichten, ſo wie auch Waſſer zu holen und andere Laſten hin und her zu ſchaffen. 1
Barke heißt in der Nord⸗ und Oſtſee ein großer dreimaſtiger Kauffahrer, welcher, um mehr Waaren einnehmen zu können, nicht ſo ſcharf als eine Fregatte gebaut iſt. Im Mittelmeere nennt man eine andere Art Seeſchiffe, dergleichen zum Krieg und zum Handel gebraucht werden, ebenfalls Barken. Auch gibt man dieſen Namen mancherlei Arten kleiner Küſtenfahrer.
Beſaan oder Beſahn, das unterſte Segel des Beſaanmaſtes, welches einem Gaffel⸗ ſegel gleicht(ſiehe Gaffelſegel).
Beſaanmaſt, der hinterſte Maſt eines Schiffes(ſiehe Maſt).
Blinde, das unterſte Segel des Bugſpriets. Es iſt an einer Raa befeſtigt, welche man die blinde Raa nennt.
Block, das bekannte Werkzeug, welches man zu Lande Kloben nennt; es iſt auf den Schiffen von außerordentlichem Nutzen, und wird dort vielfältig angewandt.
Bootsmann, der erſte Unteroffizier auf Schiffen; er führt über das Tauwerk, die Segel und alles Geräth, ſo wie auch bei allen mechaniſchen Arbeiten, die ſpecielle Aufſicht.
Bord heißt eigentlich der Rand, der das Verdeck eines Schiffes einfaßt. Im weitern Sinne bedeutet dieſes Wort ſo viel als das Schiff ſelbſt, daher die Redensarten: am Bord ſein, an Bord fahren, über Bord fallen, werfen u. ſ. w.
Bramraa, das an der Bramſtänge befeſtigte Querholz, welches das Bramſegel trägt (ſiehe Bramſtenge). 4
Bramſegel, von unten das dritte Segel eines Maſtes.
Bramſtenge, der zweite Aufſatz des Maſtes, oder der dritte Theil desſelben, von unten an gerechnet(ſiehe Maſt).
Brandung, das Brechen der Wellen an den Küſten, oder auch in der See, wo Un⸗
tiefen ſind, oder Klippen unter der Oberfläche des Waſſers verborgen liegen. Da,
wo eine Brandung Statt findet, iſt die See fortwährend mit Schaum bedeckt; auch vernimmt man ein Grauſen erregendes Gebrüll der Wellen, das ſich von dem ge⸗ wöhnlichen Geräuſch des Meeres leicht unterſcheiden läßt.
Braſſen, die Raaen von der einen nach der andern Seite bewegen, und dieſelben, je nachdem die Richtung des Windes oder andere Umſtände es erfordern, in eine mehr oder minder ſchiefe Lage bringen. Dies geſchieht mittels der an den Ragenden be⸗ feſtigten Taue, die ebenfalls B raſſen genannt werden.
Brig oder Brigantine, ein Schiff, das außer dem Bugſpriet einen Haupt⸗ und einen Fockmaſt mit Stengen und Bramſtengen führt. Der Fockmaſt ſteht ſenkrecht, der Hauptmaſt hängt hinten etwas über. Die Segel dieſer Maſten ſind Raaſegel, das Brigſegel ausgenommen, welches dem Beſaan eines dreimaſtigen Schiffes ähn⸗
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