Teil eines Werkes 
4. Bändchen (1831) Reise von Nantes nach den Antillen, und dann nach Schottland, England und der Insel Walcheren : mit besonderer Hinsicht auf den Charakter und die Lebensart der Seeleute / T.F.M. Richter
Entstehung
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170 gruppe genommen, die manles Saintes oder die Heiligen⸗Inſeln nennt. Dieſe Inſeln, zwiſchen wel⸗ chen der Hafen ſich befindet, ſind kahle Felſen, die aus dem Meere zwiſchen Guadeloupe und Dominique auf⸗ ſteigen. Die Franzoſen hatten ſie waͤhrend des Krie⸗ ges befeſtigt und mit einer Garniſon beſetzt. Kaum war die Neuigkeit zur Kenntniß des Admirals gelangt, als ein Kanonenſchuß und eine aufgezogene Flagge der Flotte das Zeichen gaben, ſich ſegelfertig zu machen, um den Feind in ſeinem Schlupfwinkel zu uͤber⸗ raſchen. Es iſt unglaublich, mit welcher Schnelligkeit das engliſche Seevolk ſolche Befehle auszufuͤhren pflegt. Die Schiffe gleichen dann einem Ameiſenhaufen, wo Alles durcheinander wuͤhlt, und dennoch herrſcht dabei die groͤßte Ordnung. Kurz, nach Sonnenuntergang befand ſich die ganze Flotte unter vollen Segeln. Sie beſtand noch denn es war ein großer Theil, z. B. durch den Transport nach Frankreich, davon getrennt worden, aus acht Linienſchiffen, nebſt einigen Fre⸗ gatten, Brigs und Kuttern. Wir kamen waͤhrend der Nacht bei Martinique und Dominique vorbei, und er⸗ reichten, als der Morgen graute, die Felſengruppe les Saintes, aus welcher die Maſten des franzoͤſiſchen Ge⸗ ſchwaders, das aus drei Linienſchiffen und zwei Fre⸗ gatten beſtand, hervorragten. Bevor ich jedoch in meiner Erzaͤhlung fortfahre, muß ich das Weſentliche in Hinſicht der Lage, worin die feindlichen Schiffe ſich befanden, voraus ſchicken.

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