167 Meine Leſer koͤnnen leicht denken, wie den auf dem Neptun befindlichen Gefangenen zu Muthe war, als ſie die Garniſon von Martinique abſegeln und dem fernen Vaterlande zueilen ſahen. Ihre Sehnſucht nach Freiheit wurde nun doppelt groß, und um die⸗ ſelbe zu erhalten, nahmen ſie ihre Zuflucht zu man⸗ cherlei Mitteln. Einige beſtuͤrmten den Admiral mit Bittſchriften, andere ſuchten ſich Goͤnner und Fuͤr⸗ ſprecher am Lande zu erwerben. Da aber wenige dadurch zu ihrem Zweck gelangten— denn man war⸗ tete bloß auf eine Gelegenheit, die Gefangenen nach Barbados zu bringen,— ſo verſuchten viele zur Nacht⸗ zeit durch Schwimmen nach dem Lande zu entfliehen, wovon aber die meiſten, da die Entfernung dahin eine Viertelſtunde betrug, entdeckt, eingeholt und beſſer ver⸗ wahrt wurden.
Nach der Abfahrt der franzoͤſiſchen Beſatzung von Martinique ſuchten die Einwohner und ihre neuen Ge⸗ bieter ſich einander immer mehr zu naͤhern, indem man Zuſammenkuͤnfte, Gaſtmaͤhler und mancherlei Fei⸗ erlichkeiten anſtellte. Auch unſer Neptun war einmal der Schauplatz eines ſolchen Feſtes, das der Admiral einigen Familien aus der Stadt, ſo wie den Offizieren des Schiffes gab. Nach geendigter Tafel wurde ein glaͤnzender Ball, und zwar auf der Schanze gegeben. Es war keine Muͤhe geſpart worden, dieſen Platz zu


