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Auch auf der Brig fanden wir eine freundliche Behandlung. Da es in den untern Gemaͤchern an Raum gebrach, ſo wies man uns die Schanze— das hintere Verdeck,— zum Aufenthalt an, wo wir mit allem Noͤthigen verſorgt, und uͤbrigens in ungeſtoͤrter Ruhe gelaſſen wurden.
Die Sicherheit der ſehr ſchwachen Beſatzung erfo⸗ derte jedoch ein wachſames Auge auf uns zu haben; daher in unſerer Naͤhe zwei bewaffnete Seeſoldaten ihre Stellung nahmen, und nur Einen auf einmal, und zwar von einer Wache begleitet, von ſeinem Platze weggehen ließen, wenn irgend ein Beduͤrfniß ihn dazu noͤthigte.— Es vergingen einige Stunden, ehe man unter Segel ging, wodurch ich Muße bekam, einen auf⸗ merkſamen Blick auf Roſeau, ſo wie auf die ganze Inſel zu werfen.
Die Stadt Roſeau gewaͤhrt keinen angenehmen Anblick, da viele Wohnungen bloße Huͤtten, und andere ſehr verfallen ſind, ja ganze Straßen in Ruinen lie⸗ gen, eine Folge der haͤufigen Auswandexrungen der Ein⸗ wohner, ſo wie einer im Jahr 1781 Statt gehabten Feuersbrunſt, welche die beßten Gebaͤude zerſtoͤrte. Am vortheilhafteſten nimmt derjenige Stadttheil ſich aus, wo das Schloß des Gouverneurs, neben einer kleinen Feſtung, auf einer Anhoͤhe liegt. Hier haben einige Englaͤnder geſchmackvolle Haͤuſer aufgefuͤhrt. Die Ge⸗ gend umher bietet wenig freundliche Anſichten dar. An allen Seiten erblickt man hohe ſchwarze Felſen, die


