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Vorangehens, obſchon letzter jederzeit nachgeben muß. Nach dem Eintritt nimmt dieſer nicht eher auf einem Stuhle Platz, oder ruͤhrt die dargebotenen Erfriſchun⸗ gen an, bis eine dreimalige Auffoderung an ihn ergan⸗ gen iſt. Auch muͤſſen eine Menge vorgeſchriebener, nichts ſagender Redensarten gewechſelt werden, ehe das Geſpraͤch auf einen willkuͤhrlichen Gegenſtand, oder auf den Zweck des Beſuchs, wenn er auch von der groͤßten Wichtigkeit waͤre, uͤbergehen darf. Noch mehr Foͤrm⸗ lichkeiten erfodern Gaſtereien, wovon ich weiter unten ſprechen werde..
Den Fremden behandeln die Chineſen mit ſchein⸗ barem Wohlwollen, das ſogar in Gaſtfreiheit uͤbergeht, wenn ſie einigen Gewinn von ihm zu ziehen hoffen; daher er gewoͤhnlich von den Kaufleuten, ehe der Han⸗ del beginnt, mit Thee oder Wein, mit Gebackenem oder Eingemachtem bewirthet wird. Deſſen ungeachtet laſſen ſie bei jeder Gelegenheit den Eigenduͤnkel und die Selbſt⸗ genuͤgſamkeit ihrer Nation blicken. Sie ſind z. B. be⸗ reitwillig, Auskunft in Hinſicht ihres Landes zu geben,
weil ſie gern von den eingebildeten Vorzuͤgen desſelben
ſprechen; aber ſelten aͤußert einer das geringſte Ver⸗ langen, von der Heimath des Auslaͤnders etwas zu hoͤren. Aus dem Grunde duͤrfen auch die Einwohner im Innern des Landes nicht einmal wiſſen, daß die von Canton kommenden Waaren europaͤiſche ſind, denn ſonſt wuͤrde man dieſelben aus Verachtung gegen alles Aus⸗ laͤndiſche nie kaufen. Sie gehen daher unter dem Na⸗ 12*


