im Geſang, um mit der Suͤße der deinigen zu kaͤmpfen. Der Glanz, mit dem ſie das Veilchen ſchmuͤckt, buhlt um den Preis mit den Strahlen deiner ſchoͤnen Augen. O, Editha! wache auf, und ſehn wollen wir, ob nicht das Schoͤnſte, das Ruͤhrendſte, was in der Natur iſt, von deinem Liebreiz verdunkelt wird.“
„Sie erſcheint nicht,“ rief der alte Fer⸗ rand,„Freunde! laßt uns ein zaͤrtlicheres Lied, eine ſanftere Melodie verſuchen, mehr den Traͤumen der Schoͤnheit angemeſſen, und geſchickt, die Hoffnung, die ſie ſucht und ſich zu geſtehen fuͤrchtet, in ihrem Herzen zu ermuntern!“ Sprachs, und von den Saiten feiner Harfe ſlohen ſuͤß⸗zaͤrtliche Laute. Einen Sang der Liebe befahl er zu beginnen:
„Erwache, Jungfrau von Lorn! die Stunden entfliehen, wo man dich noch Jungfrau nennt, erwache, erwache! Die Stunde der Liebe iſt da, deinen Eid, dein Treugeluͤbd zu empfangen. Um der S
willen, die deinen Buſen hebt, um der


