Teil eines Werkes 
5. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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ganze Erde aus! Darum ſeid getroſt und hoffet auf den Herrn!

Es entſtand eine lange, ſchwer gedrückte Pauſe. Jeder wog die Gedanken in ſeiner eignen Bruſt. Bajſilius ſchien von Allen am gewaltigſten erſchüttert. Er war bleich wie ein Todter, große Tropfen ſtanden auf ſeiner Stirn.

Endlich begann Chlodzek wieder:Wir werden nun doch noch einmal verſuchen müſſen, den Auftrag unſerer Gemeinde zu erfüllen, und mit dem würdigen Herrn Dikaſtus ſprechen. Meint Ihr, theurer Bruder Lippach, daß wir ihn jetzt antreffen!

Ich glaube es gewiß, denn ſoeben verließ ich ihn in ſeiner Wohnung.

Laßt uns denn zu ihm!

Chlodzek, Holoduk und Czernig ſchickten ſich zu dem ſchweren Gange an. Jakob Steffeck dachte es nochmals zu verſuchen, in ſeines Bruders Haus in der Neuſtadt zu gelangen, ob er dort etwas über ſein Schickſal erführe. Lippach und Baſilius wollten nach Hauſe. Die Freunde trennten ſich ſämmtlich in ſchwerer Sorge, in tiefem Kum⸗ mer um das Unglück, was Alle bedrohte, wie um das, was Jeden insbeſondere traf. Sie verabredeten, ſich in der Nachmittagsſtunde in Lippach's Hauſe einzufinden, um ein⸗ ander mitzutheilen, was ſie Trauriges oder Tröſtliches er⸗ fahren, und um zu berathen, was ſie thun möchten bei dieſer düſtren Zukunft.

Denn immer ſchwerer drückte das Gewölk und jede Bruſt athmete in beklommener Angſt.