Teil eines Werkes 
5. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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wir wollten und ſollten; wir ſahen unſer Ziel ſtets klar vor Augen! Nicht, Pater Thyßka?

O gewiß! ſagte dieſer in einer Weiſe, die ſeiner ſelbſt vollkommen ſicher war.

Sagt das nicht, Pater Thyßka! bemerkte Martiniz. Nicht ſo unbedingt! Es ſind Manche, die uns nur zum Schein beiſtimmten und gerade das Gegentheil wollten. Sr. Majeſtät unſerem gnädigſten Kaiſer iſt viel ins Ohr gelegen worden mit Anpreiſung einer großmüthigen Milde! Wären wir nicht eifrig in unſerer Pflicht geweſen.... Schon der lange Aufſchub misfiel mir!

Es war doch weiſe Behutſamkeit. Viele Strafwürdige und Gefährliche ſind dadurch in unſere Hand gerathen! bemerkte Thyßka.

Verzeiht, ehrwürdiger Herr, ich bin nicht ganz der Anſicht. Es war auch Unſchlüſſigkeit!

An unſerem Theil gewiß nicht, verſicherte Thyßka.

Ich klage Euch nicht an. Doch in des Kaiſers Umgebung befinden ſich Manche, die im Herzen auch halb utraquiſtiſch ſind. Selbſt der Herzog von Baiern wollte ungern an die Beſtrafung der Aufrührer und Ketzer, und hat ſich ganz davon zurückgezogen. Und der eigenſinnige Graukopf Tilly hätte uns faſt um alle Frucht dieſer ge⸗ fährlichen Zögerung gebracht! Er hat gewiß ganz im Auf⸗

trage ſeines Herrn gehandelt. Hätten die Thoren ſeiner

Waynung geglaubt, wir würden heut das Nachſchauen haben. In den letzten Tagen iſt ſogar die Beaufſichtigung der Hochverräther unterblieben, er hat ihnen gleichſam die Thür zur Flucht geöffnet.

Darum richteten wir uns gleich ſo ein, daß er erſt dann unſere Abſicht ganz erfuhr, als es unmöglich war, ſie zu hindern!