Teil eines Werkes 
5. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Dieſer erwartete ihn ſchon

Nun, Pater Thyßka, redete er den Eintretenden an, was meint Ihr? Der Streich iſt meiſterhaft ausgeführt! Trotz Tilly's Verrätherei iſt uns auch nicht Einer, auf den es ankommt, entgangen!

Und ich bringe Euch Nachricht, gnädigſter Herr, daß auch der Eine, der uns fehlte, heut noch in unſerer Ge⸗ walt ſein wird! antwortete Thyßka triumphirend.

Und wer?

Graf Andreas Schlick!

Wär's möglich!

Ich bürge Euch mit meinem Kopf dafür!

Hat der Wahnſinnige ſeinen Zufluchtsort verlaſſen? Iſt er bethört genug geweſen, nach Böhmen oder gar hier⸗ her nach Prag zu kommen?

Er wird erſt kommen; aber nicht freiwillig, ſproc Thyßka lächelnd.Der Kurfürſt von Sachſen ſchickt ihn uns!

Unmöglich! rief Slawata und trat einen Schritt zurück.

Und dennoch wirklich!

Nun wahrlich, wenn das wahr iſt, ſo ſind wir Schü⸗ ler im Unterhandeln gegen Euch und Lamormain, Pater Thyßka!

Ueberzeugt Euch! antwortete Thyßka und übergab ihm den Brief, den der ſächſiſche Reiter ihm gebracht hatte. Slawata las halblaut:

In aller Eil melde ich Ew. Ehrwürden, daß es mir gelungen iſt, meinen allergnädigſten Kurfürſten von ſeiner wahren Pflicht zu überzeugen! Der Graf Schlick iſt geſtern zu Meißen verhaftet und wird heut noch vor Abend dem kaiſerlichen Grenzcommando überliefert ſein.

Gezeichnet D. H.