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drang ihn zugleich der der völligen Umkehr von ſeiner bis⸗ herigen Bahn, der Neugeburt ſeines Daſeins, mit aufrich⸗ tender Kraft.
Er war wie vernichtet, und doch wie neu geſchaffen. Er weinte laut auf, klagte ſich an, als ein verlorener Sohn und ſchwerer Sünder, und zerſchlug ſeine Bruſt; dann warf er ſich wieder auf die Knie und dankte Gott dem Herrn inbrünſtig und ergoß ſich, über Thereſens Hand gebeugt, in einen Strom heißer, dankbarer Thränen. Thereſe ſelbſt bedurfte aller Kraft und Faſſung ihres klaren Weſens, um nicht mit fortgeriſſen zu werden in dieſen gewaltſam hef⸗ tigen Ausbruch der verwilderten Natur.
Endlich gelang es ihr, die ſtürmiſchen Wogen ſeiner Bruſt in etwas zu beruhigen, und ihn ſo weit zu ſich ſelbſt zu bringen, daß er ihr und ſich klare Auskunft geben konnte über Das, was ihn hierher geführt hatte, und was bis hier⸗ her mit ihm geſchehen ſei. Er hatte, ſeit er in Thurn's Dienſte getreten war, viel mit Wolodna und Xaver verkehrt, ohne zu wiſſen, daß jener der Vater, dieſer der Gatte Thereſens ſei, den er nie geſehen zu haben vermeinte. Er wußte, ſowenig wie Xaver ſelbſt, daß ſie ſchon vor Jahr und Tag ſo gewaltſam zuſammengetroffen waren auf ihrer Lebensbahn. Nur wie Xaver mit Wolodna zuſammenge⸗ höre, war ihm bekannt, deshalb war er Beiden in roher Treue und Kriegskameradſchaft ergeben. Stets im Kriegsdienſt beſchäftigt, hatte er Thereſen ſelbſt nie geſehen. In Xaver's und Thurn's Auftrage hatte er jetzt Mansfeld aufſuchen ſollen; doch er fand die Wege überall ſo verlegt durch die Kaiſer⸗ lichen, daß er trotz aller Gewandtheit nicht bis zu ihm durch⸗ dringen konnte. Er ſah ſich endlich genöthigt, da er als kaiſerlicher Reiter gekleidet war, ſich einem Trupp, der dem großen Heere zuzog, als Verſprengter anzuſchließen und


