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daß eine ſolche Warnung unbeachtet auf meiner Verant⸗ wortung laſtete!“
„Und was ſagte unſer gnädigſter Herr darauf?“ fragte Agathe.
„Wir ſtanden alle tief ſchweigend. Der Herr drückte ſorgenvoll, ich möchte ſagen angſtvoll, beide Hände an die Stirn und rief aus:«O wer gibt mir hier den richtigen Rath! Ich verfehle mich gegen mein Gewiſſen, wenn ich ausſchlage! Und wenn ich annehme, ſoll alle Verantwortung und alles Blut über mich kommen!»“
„Ach daß er doch ausſchlagen möchte.... der gute, gnadenreiche Herr, und ſich nicht ſolche Laſt auf ſein Haupt wälzen“, rief Agathe..
„Er hat angenommen“, war Rippell's Antwort.
„Aber wie war es möglich, nach ſolcher Abmahnung, von allen Kurfürſten—“
„Ja, wie war es möglich!“ ſeufzte Rippell.„Frage Camerarius, der da meint, die Ehre des kurfürſtlichen Hauſes fordre es, daß ſolch ein Erbieten zu Macht und Ruhm nicht ausgeſchlagen werde!— Frage den Hofprediger der da ſagt: Wenn Krieg und Blutvergießen entſteht, ſo iſt König Ferdinand der Urheber, der mit Gewalt eine Krone, die er durch Eidbruch verloren hat, und die durch freies Wahlrecht auf ein anderes Haupt übertragen wird, auf ſeinem Haupt feſthalten will! Der da fragt: Wird kein Kampf und Krieg ſtattfinden, wenn unſer Herr die Krone ausſchlägt? Werden etwa die Böhmen nicht für ſich ſelbſt kämpfen, oder unter einem andern Herrn und König? Der da weiter unſerm Herrn ins Gewiſſen redet und ihn fragt: Ob er Gottes ſichtliche Fügung nicht achten wolle, die ihm eine Krone zuwende, gleichſam aufdringe, nach der


