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aufſtändiſchen Provinzen möglich iſt. Auf des allmächtigen Gottes Schutz vertrauend, geht der König getroſt ſeinem noch größern Beruf entgegen; er erhebt die Hand zu der Kaiſerkrone, die in ſeinem Hauſe das rühmliche Erbtheil geworden. Es iſt kein geringes Wagſtück, aber der König will es unternehmen, jetzt ſeine Hauptſtadt und Oeſterreich zu verlaſſen, um ſich nach Frankfurt zur Kaiſerwahl zu begeben. Zunächſt indeſſen geht Se. Majeſtät nach München, zum Herzog Maximilian von Baiern. Dorthin will ich auch Euch ſenden, Pater Thyßka!“
„Ich bekenne“, erwiderte Thyßka,„daß ich mir ſchon einige Hoffnung dazu gemacht, als ich im Frühjahr in Ingolſtadt war.“
„Und nicht mit Unrecht“, antwortete Lamormain;„das Gebiet Eurer Thätigkeit dort wird ein ſehr wichtiges ſein. Euer öffentlicher Auftrag wird Angelegenheiten des Or⸗ dens betreffen, die Ihr zu München und auch wieder zu Ingolſtadt betreiben ſollt. Ich werde Euch darüber das Einzelne ſpäter mittheilen. Der geheime iſt der, für die Wahl Sr. Majeſtät des Königs Ferdinand zum deutſchen Kaiſer thätig zu ſein. Ihr wißt, daß der Herzog Maxi⸗ milian von Baiern ſelbſt keine geringe Wahrſcheinlichkeit für ſich hat, erwählt zu werden!“
„Ich weiß davon, doch ich halte es für unmöglich, daß dieſer innigſte Freund und Jugendgenoſſe unſers Königs....“
„Still, ſtill“, unterbrach ihn Lamormain mit ſeinem eigenthümlichen ſcharfen Lächeln,„eine Kaiſerkrone iſt eine ſo ſchwere Prüfung der Freundſchaftsbande, daß die ſtärk⸗ ſten unter dieſem Gewicht reißen könnten! Wir müſſen vorſichtig ſein, Thyßka. Es wird ein gefährlicher Minen⸗ krieg gegen uns ausgeführt. Ihr wißt, daß ſchon im Frühjahr der Kurfürſt von der Pfalz in München ſeinen 2**¾


