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Herzog von Uzeda. Du wirſt leicht Gelegenheit haben zu ihm zu gelangen, da du in Aufträgen des Grafen Khevenhüller gewiß viel in ſeinem Palaſt oder doch in der Kanzlei zu thun haben wirſt.— Das zweite Schreiben hier iſt für den Großinquiſitor Ludovico Alliaga beſtimmt. Du darfſt dich ihm nicht in auffallender Weiſe nähern. Es iſt beſſer, daß du einige Zeit mit Abgabe des Schreibens zögerſt. Gewiß aber ergibt ſich bald ein An⸗ laß, der dich äußerlich in die Nähe Sr. Eminenz führt. Dann flüſtre ihm nur verſtohlen zu, du habeſt einen ge⸗ heimen Auftrag von mir an ihn. Der Großinquiſitor wird dir alsdann ſelbſt den Weg angeben, wie du, ohne unſere Zwecke zu gefährden, zu ihm gelangen kannſt.— Endlich iſt hier ein dritter Brief; er iſt an den Grafen Balthaſar de Zuniga gerichtet; dieſen bewahrſt du auf, bis ich dir von hier aus nähere Weiſung ſende, oder bis der bairiſche Geſchäftsträger, der Rath Leuker in Madrid, eintrifft. Ihn magſt du alsdann befragen: ob du den Brief abgeben ſollſt oder nicht; aber keinen Andern.“—
Benedetto Maschino hörte in unterwürfiger Ergeben⸗ heit zu.
„Und nun das Hauptſächlichſte. Ueber Alles, was ſich in Madrid zuträgt, über alle Schritte des Grafen Khevenhüller, über die Perſonen die er ſieht und ſpricht, über Das, was er über den Erfolg ſeiner Sendung äußert, gegen dich oder Andere, führſt du ein genaues Tagebuch in lateiniſcher Sprache. Ich werde dir die ſichern Per⸗ ſonen und Gelegenheiten bezeichnen laſſen, durch welche ich es erhalten kann. Niemals aber beförderſt du es mit den Depeſchen, die der Graf an Se. Majeſtät den König Fer⸗ dinand abſendet. Niemals! Hörſt du!“
Benedetto verbeugte ſich.


