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empor,„verwechſele deine Sache nicht mit dieſer großen eines ganzen Volks! Da galt es Aller Leben und zeitliche Güter einzuſetzen für die höchſten geiſtigen, für Freiheit und Glauben! Da hatten die Edlen und Fürſten nur die Wahl, unter eines Alba Henkerbeil zu fallen oder ruhmvoll mit dem Schwerte in der Hand! Jeder Tropfen Blutes, der in dieſem Kampfe gefloſſen iſt, hat eine Martyrkrone er⸗ worben. Das war Opferblut auf dem Altar des Herrn! Es befleckt keine Stirn, laſtet auf keiner Seele! Meines Vaters Lorber grünte friſcher, genetzt von dieſem Blut, und der Denkſtein ſeines Ruhms erhebt ſich reiner aus die⸗ ſer blutgedüngten Erde!— Wähnſt du, das von dem Kampfe hoffen zu können, den du zu entzünden im Be⸗ griff biſt?“
„Iſt Böhmen nicht ein Land, das ſchweren Druck er⸗ duldet hat?“ antwortete Friedrich aufwallend.„Iſt es nicht aufgeſtanden für ſeinen Glauben, für ſeine Rechte! Hat es die eiſerne Hand der Unterdrücker, die finſtre Herr⸗ ſchaft der Mönche, die argliſtige der Jeſuiten nicht tragen müſſen gleichwie die Niederlande? Für was hat denn der Böhme das Schwert gezogen als für die Vertheidigung verbriefter Rechte und des von den Vätern überkommenen Glaubens? Der Kampf dort iſt ein ſo heiliger wie der der Niederländer! Ich entzünde ihn nicht, ſchon ſeit Jahr und Tag lodern die Flammen wieder hell gen Himmel auf aus der Glut, die ſeit Jahrhunderten unter der Aſche glimmt, weil mönchiſche Tücke ſie unabläſſig nährte und anfachte! Das Blut, das jetzt in Böhmen fließt, wird nicht auf mein Haupt kommen, ſondern auf das Haupt Derer, die durch übermüthigen Druck die Nothwehr der Verzweiflung aufgerufen haben.“
„Mein lieber Sohn!“ begann die Kurfürſtin wieder,
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