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Chlumetz, Königingrätz, Horzicz, Gitſchin, Jung⸗Bunzlau, endlich nach Prag.“
„In Kuttenberg werdet Ihr wol einen böſen Sinn ge⸗ troffen haben?“ fragte Lamormain.
„Gar arg! Das Volk dort iſt durch die Geiſtlichen sub utraque ganz und gar beherrſcht! Die blinde Maſſe verehrt dieſe Ketzerlehren faſt abgöttiſch. Und ſie nehmen den Schein der Heiligen an, durch milde Worte und Werke!“
„Ja, Scheinheilige!“ antwortete Lamormain.„Der Ort ſteht ſchwer angemerkt! Wenn andere Tage kom⸗ men, werden wir ſeiner Frevel gedenken.— Doch erzählt mir nun von Prag! Die Hauptſache! Wie fandet Ihr die Stimmung in Betreff des Krieges und Friedens.“
„Ich glaube, Ehrwürdigſter, wenn ich mir eine Mei⸗ nung geſtatten darf, daß die Mehrzahl der Standesherren und Ritter den Frieden wünſcht!“
„Ich glaub' es auch! Sie wollen gern die geraubten Früchte in voller Ruhe genießen, ohne weitern Kampf und Mühe. Und wer ſind hauptſächlich die Friedensmänner?“
„Wilhelm Lobkowitz, Johann von Rceziczan, Zdenko von Mitrowicz, Wenzel Pietipeski, Dio⸗ nyſius Czernin...“
„Dieſer Verräther“, unterbrach Lamormain mit einem grollenden Blick;„er wagt es, ſich noch immer zu unſe⸗ rer Kirche zu bekennen, und iſt dennoch ein Rebell wie die Andern!“
„Graf Harrant“, fuhr Thyßka fort,„ſelbſt Graf Joachim Schlick und viele Andere rathen zum Frieden, wie ich ſicher vernommen. Doch Thurn und Fels wollen Krieg, verſprechen goldene Zeiten mit der eiſernen Waffe zu erkämpfen!“


