Teil eines Werkes 
1. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Stellung war augenblicklich verloren, vielleicht ſein Leben in Gefahr! Dem Zuſtimmenden dagegen jauchzt Alles zu, ihm ſind Triumphe, Gold, Ehre, Vortheile gewiß! Wie meint Ihr wol unter ſolchen Verhältniſſen Leute zu finden, die nicht eingeſtimmt hätten! Und noch dazu in Das, was ſie ſelbſt wünſchen!

Aber daß ſie es wünſchen...

Wiegt nichts; ich wünſche mir auch bei meinem Po⸗ dagra und ſonſtiger Kränklichkeit im December die Juliſonne! Erhalte ich einen einzigen Strahl dadurch? Was kümmern uns ihre Wünſche? Es kommt darauf an ob wir ſie er⸗ füllen wollen oder müſſen. Und das Votum ſelbſt? Es be⸗ deutet gar nichts. Mir iſt's bei dem Allen vielmehr recht behaglich, fuhr der Pater fort, und rieb ſich, indem er ſchlau lächelte, die Hände;ſo behaglich, daß ich mich einmal recht behaglich darüber ausſchwätzen will! In dieſem Augenblick hättet Ihr dreißig Erzkatholiken zu Directoren oder Regenten in Böhmen ernennen können, bei der Richtung, in welcher der Strom einmal läuft, hätten ſie alle dreißig das Verbannungsdecret gegen den Orden unterzeichnet. Ihr ſelbſt, Thyßka, ich auch! Und was würde das bedeutet haben? Ich hätte Ja geſagt, weil ich nicht Nein ſagen konnte. Die Zeit, wo ich Nein ſagen kann, kehrt aber auch wieder! Wir, den Orden meine ich, müſſen doch auch gefragt werden! Glaubt mir aber, Thyßka, die sancta societas Jesu kann noch hundert Verbannungsdecrete gegen ſich ſchleudern laſſen, falls ſie nicht verbannt ſein will, wird ſie ſtets den Tag finden, wo ſie zurückkehrt auf den Platz, von dem man ſie vertrieb... wenn ſie nicht zu⸗ rückgerufen wird! Ihr werdet dieſen Sommer wo anders wohnen, oder auf Reiſen gehen, das iſt die ganze Folge der Sache! Soll ich Euch mein innerſtes Herz eröffnen?