Teil eines Werkes 
1. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Die Kaiſerin ſchüttelte bedenklich das Haupt. Nun, laß gut ſein; ich denke ſchon mit ihnen fertig zu werden! ſagte Mathias.Bring das Alles mit herauf, befahl er dem Kämmerer, indem er auf die Depeſchen deu⸗ tete,und führe mich; ich werde Mühe haben hinaufzu⸗ kommen, beſonders auf den Stiegen. Guten Morgen Schatzerl, wandte er ſich zur Kaiſerin.Du haſt Recht; die Krankheit macht ſchweres Geblüt. Jetzt, da ich ge⸗ kleidet bin, mich in meinem Amt fühle, iſt mir halt ganz anders zu Sinn. Der kranke Greis Mathias wird den König von Böhmen, wider den man ſich empört, nicht vergeſſen!

Mit dieſen Worten ging er, auf Balthaſar geſtützt, der die Mappe mit den Depeſchen trug, hinaus und drückte der Kaiſerin, als er ihr die Hand zum Gruß dar⸗ reichte, die ihrige mit herzlicher Wärme.

Vierundzwanzigſtes Capitel.

Nein, theurer Bruder in Jeſu, ich hege nicht ſo über⸗ große Beſorgniſſe, ſprach lächelnd der Pater Lamormain (wie er ſich lieber nannte, als mit ſeinem wirklichen Namen Lämmermann) zu dem neben ihm ſitzenden Pater Thyßka. Wetter, die ſo raſch und wild hereinbrechen, gehen auch raſch vorüber. Wirklich, lieber Thyßka, ſo überaus ge⸗ fährlich iſt dieſe Angelegenheit nicht! Weder der Aufſtand im Ganzen, noch die Bannſtrahlen, die er unter ſo lautem Donnergeräuſch auf den Orden ſchleudert!