Teil eines Werkes 
1. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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brachet; denn ſie, denen es näher oblag, haben das Ihrige gethan; ihr aber auch überall das Eurige. Auch eure Freunde“ — Czernig und einige andere rüſtige Männer des Gebirges waren gerüſtet zugegen geweſen—„haben ſich als wackere Mähnner gezeigt! Jetzt ſtürzt der Strom die wilde Bahn vorwärts. Nun kommt es darauf an, ihn zu leiten, daß er nicht überbrauſe. Dabei ſollt ihr mir wiederum helfen!— Setzt euch“, gebot er freundlich,„wir wollen im vollen Ver⸗ trauen miteinander reden!“.

„Vorwärts müſſen wir jetzt, das leidet keinen Zwei⸗ fel“, begann er,„hier iſt kein Stillſtehen möglich und kein Zurückgehen. Ein Schritt, um den wir heut weichen, kann uns Alles koſten, was wir geſtern gewonnen haben. Und wir müſſen das Künftige ſorgfältig vorbereiten!— Ihr ſeht es ein“, fuhr er nach einigen Augenblicken fort,„der Kaiſer kann es uns nicht vergeben, daß wir ſo mit ſeinen Statthaltern verfahren ſind, wie es geſtern geſchehen. Wir müſſen alſo gerüſtet ſein, ſeiner Gewalt mit Gewalt zu begegnen!“

„Ich denke“, meinte Wolodna bedenklich,„des Kaiſers gnädigſte Majeſtät müſſen wir in Ehren halten, und es wäre großer Frevel, etwas dawider zu unternehmen!“

„Freilich, freilich“, fiel Thurn ein.„Allein der Kaiſer iſt in den Händen ſeiner Statthalter. Die ſind verjagt! Sie werden ihm unſere gerechte Nothwehr als die frevel⸗ hafteſte Empörung darſtellen. Lobkowitz und Sternberg freilich nicht; ſie gehen auf ihre Schlöſſer und halten ſich ſtill, denn unter dieſer Bedingung habe ich ihnen ſicheres Geleit zugeſagt. Allein die andern Beiden und ihre Creatur, der ſchleichende Giftmiſcher, dieſer Geheimſchreiber Fabricius, ſie werden uns anſchwärzen, als wären wir die ſchwärzeſten Teufel der ganzen Hölle!— Es war mir lieb, daß ſie nicht