Teil eines Werkes 
1. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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XXIII

weiter bis zum letzten Gipfel, den ich vor mir ſehe, zu klimmen, erfüllt mich noch mit ſeiner ganzen Stärke. Allein wird meine Kraft der Arbeit, zu der ich bis jetzt nur die vorbereitenden Studien gemacht, genügen? Ich verhehle mir es nicht, daß im Fortſchreiten die Schwierig⸗ keiten wachſen, auf einem ſo düſtren Nachtgrunde, wo faſt Alles die ähnlichen Züge des Schreckens, Grauens, des bleichen Entſetzens trägt, neue und neue Geſtalten zu zeichnen, die nicht durch die Einförmigkeit ermüden, die ſich gegenſeitig tragen, durch Wechſel der Contraſte heben, und in ſteter Steigerung bleiben, ſolange die Urgewalt der Geſchichte ſich ſteigert. Weiß ich doch nicht, ob das Mühen nach ſolchem Ziel mich in dieſem erſten Abſchnitt dahin geführt hat? Gelingt es mir, die gigantiſche Ge⸗ ſtalt der Geſchichte ebenſo zu meiner Bundesgenoſſin zu machen, wie ſie meine Gegnerin ſein kann, gewinne ich ihr den Ehrengruß der Waffenbrüderſchaft ab, ſo darf ich den mühevollen Kampf getroſt, in Siegeshoffnung, wagen. Ob das meinen Tagen geſteckte Ziel, und es müßte ſchon ein ziemlich fernes ſein, ausreichen wird, das meiner Arbeit zu erringen, ſteht in der Hand, der wir Alles anvertrauen müſſen!

Du aber, mein aus tiefſter Bruſt geſchöpftes, lange und innig gehegtes Werk, gehe nun hin in die Welt und verſuche deine Kraft an ihr! Vermagſt du es nicht, ſie zu beſiegen, ſo hoffe ich doch, daß du ehrenvoll kämpfeſt. Welches dein Schickſal ſei, Dank werde ich dir immer ſchuldig bleiben! Denn du warſt mein treuer Genoſſe, mein Freund, der Träger meines geiſtigen