Teil eines Werkes 
1. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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XI

Ueber das Wie noch Einiges. Mit der Auffaſſung aus dieſem Standpunkte fiel ein leitender Lichtſtrahl in das Chaos vor mir. Es galt jetzt zuvörderſt nur das erſte Glied der Kette zu beſtimmen, das für ſich geſchloſſen be⸗ ſtehen könne und doch die Anknüpfung an Ferneres zulaſſe. Nach erneuter Prüfung des geſammten geſchichtlichen Stoffes, welche vorzugsweiſe die Aufſuchung der Ab⸗ ſchnitte ins Auge faßte, entſchied ich mich für den, wel⸗ cher Gegenſtand des vorliegenden Werks geworden.

Drei Jahre von Dreißigen habe ich es genannt, weil es in der That nur die erſten drei Jahre jenes dreißigjährigen Zeitraums umfaßt, der unſer Vaterland durch ganze Provinzen hin in eine Wüſte von Blut und Brandſtätten verwandelte; die Menſchheit zu einem entſetzenvollen Maß der Verwilde⸗ rung und Verruchtheit führte; dennoch aber in der Furcht⸗

barkeit ſeiner Schrecken ſowol als in der Gewalt der

Charaktere, die er erzeugte, ein Element des Erhabenen in ſich trägt, das kaum in irgend einem andern Ab⸗ ſchnitte der Weltgeſchichte auf gleicher Höhe erſcheint. Dieſe düſtren Züge ſtempeln mit tief erſchütternder Gewalt ſchon die Anfangsjahre des Kampfs, nur daß die Schrecken der für menſchliche Erduldungskraft end⸗ loſen Dauer hier noch nicht zu jener grauenvollen Er⸗ ſchöpfung geführt haben, die ſpäter wie ein über die Völker hingewälzter Bergſturz auf ihnen laſtet und jeden letzten Funken der Hoffnung in der Bruſt erſterben läßt. Nacht dumpfer Verzweiflung ringsum, in der ſelbſt die Wehklage kraftlos hinſtirbt! Dagegen walteten die gei⸗