Teil eines Werkes 
12. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 3. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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Streit anfangen, und die mit ihren ſchrecklichen Ei⸗ den, ihrer hitzigen Ergebenheit und ihrer betrunkenen Tapferkeit bei jedem anſtaͤndigen Manne, ſchon den bloßen Namen eines Ropaliſten mit Aoſcheu bedecken.

Ach, ſagte der Dockor,es iſt nur zu wahr, was kann man anderſt erwarten? Wenn die hoͤ⸗ heren, beſſeren Klaſſen niedergedruͤckt werden, und unerkenntlich mit den gemeineren Staͤnden vermiſcht, dann verlieren ſie leicht das wahre Zeichen ihrer Wurde in der allgemeinen Verwirrung der Moralitaͤt und der Sitten ſo wie eine Handvoll Silberſtuͤcke entſtellt und entfaͤrbt wird, wenn man ſie mit den gemeinen Kupfermuͤnzen vermiſcht Selbſt das edelſte

Metall, das wir Rovaliſten ſo gern nahe an unſerem

Herzen trägen, konnte einigem Abſchleifen nicht ent⸗ gehen. Aber moͤgen andere Zungen als die meinige daruͤber ſprechen. 3

Albert Lee ſchwieg lange, nachdem er dieſe Mit⸗ theilung von Rochecliffe gehoͤrt hatte.Doctor, ſagte er,man geſteht es allgemein und ſelbſt einige, welche glauben, daß ſie bei Gelegenheiten zuweilen ein wenig zu geſchaftig waren, andere Leute zu gefaͤhrli⸗ chen Handlungen zu verleiten..

Gott vergebe denen, welche eine ſo falſche Mei⸗ nung von mir hegen, ſagte der Doctor.

Daß Sie dennoch fuͤr den Koͤnig mehr gethan und gelitten haben, als irgend ein Mann von Ihrem Stande.

Da erweißt man mir nur Gerechtigkeit, ſagte Dockor Rochecliffe,bloße Gerechtigkeit. 3

Ich bin alſo geneigt, Jöbrer Meinung beizu⸗ ſtimmen, wenn Sie nach genauer Ueberlegung es fur ſicher halten, daß wir in Woodſtock bleiben ſollen.

Das iſt jetzt nicht die Frage, erwiederte der Geiſtliche. 3

Und was iſt dennz die Frage? frug der jange Krieger.

Ob man nichn noch einen ſichereren Weg jein⸗

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