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„Ich kenne Jocolins Rechtlichkeit,“ ſagte Albert; „und wenn er mir die Verſicherung gibt, daß er die⸗ ſen Burſchen bewachen will, ſo will ich ihm das Zu⸗ trauen ſchenken. Er kennt freilich die Wichtigkeit der Sache nicht, aber da er weiß, daß mein Leben dabei im Spiele iſt, ſo iſts hinreichend, ihn wachſam zu erbal⸗ ten.— Alſo gut— ich fahre fort: wie aber, wenn Markham Everard zu uns kömmr2“ 3
„Wir haben ſein Wort dafüͤr, daß er es nicht thun wird,“ antwortete Rochecliffe,„ſein Ehrenwort von ſeinem Freunde uberbracht,— glauben Sie daß er es brechen wird?—⸗⸗
„Ich halte ihn fuͤr unfaͤhig, das zu thun,“ ant⸗ wortete Albert;„und uübrigens glaube ich, wuͤrde Markham keinen ſchlimmen Gebrauch davon machen, wenn auch etwas zu ſeiner Kenntniß gelangte. Doch bewahre uns Gott vor der Nothwendigkeit, in einer ſo theuren, wichtigen Sache jemanden trauen zu muͤſſn, welcher je die Farbe des Parlamentes trug!“
„Amen,“ ſagte der Doctor;„ſind ihre Zweifel nun geloͤßt?“
„Ich habe immer noch eine Einrede,“ ſagte Al⸗ bert,„jenen unverſchaͤmten aufdringlichen Buben be⸗ treffend, der ſich einen Noyaliſten nennt, ſich geſtern Abend in unſere Geſellſchaft eindrangte, und das Herz meines Vaters durch die Erzählung des Stur⸗ mes von Brentford gewann, obgleich ich wetten will, daß der Schurke ihn nie ſah.“
„Sie verkennen ihn, theurer Albert— obgleich ich den Roger Wildracke in der letzten Zeit nur dem Namen nach kannte, ſo iſt er doch ein Edelmann, der in dem Abelsinſtitute erzogen iſt, und ſein Ver⸗ moͤgen im Dienſte des Königes verlor.“
„Oder vielmehr im Dienſte des Teufels,“ ſagte Albert.„Er iſt einer von denen Menſchen, welche von der Frechheit ihrer militaͤriſchen Gewohnheiten zu muͤſſigen, ausſchweifenden Burſchen herabgeſunken ſind, die das Land mit Rebellionen und Raͤubereien verpeſten, in Winkelkneipen und Brantweinſchenken


