Teil eines Werkes 
12. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 3. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
Einzelbild herunterladen

119

thänigſter Sclave, Herr, und trinke Ihre Geſundheit zum Zeichen, daß ich Sie verehre; und alle getreue Schotten, welche ihr Schwerdt für die gute Sache zogen. 3

Ich danke Ihnen und bin Ihnen verbunden Herr; ſagte der junge Mann mit einigem Stolze, der kaum mit ſeiner Ungeſchliffenheit übereinſtimmte, und ich wünſche Ihnen auch höflichſt eine gute Ge⸗ ſundheit.

Ein vernuͤnftiger Mann würde hier mit der Un⸗ terredung eingehalten haben; aber es war eine beſon⸗ dere Eigenheit Wildrakes, daß er nie eine Sache ge⸗ hen laſſen konnte, die gut ſtand. Er fuhr fort, den ſchuͤchternen, ſtolzen und unbeholfenen Jüngling mit ſtinen Bemerkungen zu necken. 3

Sie ſprechen Ihren Nationaldialect etwas ſtark, Mr. Girnigo, ſagte er,aber doch nicht ganz voll⸗ kommen die Sprache der zierlichen Edelleute, die ich uniter den ſchottiſchen Royaliſten gekannt habe. Ich kannte zum Beiſpiel einige von den Gordons und andere von gutem Ruf, die immer ein E für ein W ſctzten, und die Faß für was und fein für Wein ſagten.

Hier legte ſich Albert Lee ſchon wieder ins Mit⸗ tel, und ſagte, daß alle Provinzen von Schottland ſo wie die engliſchen ihre eigene Ausſprache hätten.

Sie haben ganz recht Herr, ſagte Wildrake. Ich glaube nun, ihr verfluchtes Kauderwelſch ohne Beleidigung junger Herr, ziemlich gut zu ſpre⸗ chen; und doch, als ich mit einigen von den Leuten des Montroſe einen Streifzug in das ſüdliche Hoch⸗ land, wie ſie ihre beſtialiſche Einöde nennen(wieder ohne Beleidigung) machte, und den Weg verlor, traf ich einen Schäferburſchen, den ich frug, wohin der Weg gebe, und dabei ſperrte ich meinen Mund ſo weit auf, und dehnte meine Stimme ſo viel es mir nur möglich war; aber hol' mich der Teufel, wenn mich der Kerl verſtand. 5