Teil eines Werkes 
12. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 3. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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man die urſprüngliche Grundfarbe kaum mehr ent⸗ decken konnte, ungeheure weite Schuhe, lederne Ho⸗ ſen ſo wie ſie die Bauern tragen, ordinäxe graue ge⸗ ſtrikte Strümpfe bildeten den Anzug des ehrenwerthen Jünglings, deſſen armſeliger Gang verbunden mit der Ünlieblichkeit ſeiner Manieren die Größe ſeiner Leiden zeigte.

Das Gebet war geſprochen, und der Junker von Ditſchley ſowohl als Doktor Rochecliffe thaten das ihrige bei einem Mahle desgleichen in Menge und Ueberfluß, ihnen in der letzten Zeit nicht oft zu Theil Leworden zu ſeyn ſchien. Aber ihre Thaten waren Kinderſpiele im Vergleich mit denen des ſchottiſchen Jünglings. Weit entfernt durch irgend ein Symp⸗ tom das Brod und die Butter zu verrathen, mit welchen er die Leere ſeines Magens auszufüllen glaubte, ſchien ſein Appetit durch ein neuntägiges Faſten er⸗ hoͤht zu ſeyn; und der Ritter war geneigt zu glau⸗ ben, daß ihn der Geiſt der Hungersnoth ſelbſt aus ſeinem⸗Geburtslande dem Norden mit einem Beſuche beehren wollte während,— als fürchte er ſich, einen Augenblick von ſeiner Beſchäftigung aufhören zu müſ⸗ ſen,— ſich Kerneguy weder rechts noch links umſah, und bei Tiſche nicht ein einziges Wort ſprach.

„Ich freue mich zu ſehen, daß Sie einen guten Appetit aus Ihrer fernen Gegend mitgebracht haben, junger Edelmann,“ ſagte Sir Henry.

„Gute Zucht, Herr,“ ſagte der Page im ſchot⸗ tiſchen Bauerndialeck;“ finde ich Fleiſch, ſo finde ich auch meinen Appetit, und ſo jeden Tag im Jahr. Aber die Wahrheit iſt Sir, daß die Appetite ſchon ſeit drei bis vier Tagen kamen, aber das Eſſen in Eurem Südland knavp iſt und ſchwer zu haben. Alſo⸗ Sir ſuche ich die Zeit wieder einzubringen, wie der Pfeifer von Sligo jagt, wenn er eine Hammelskeule ißt.“

8„Ihr ſeyd auf dem Lande erzogen, wie es ſcheint, junger Mann,“ ſagte der Ritter, welcher gleich An⸗