Teil eines Werkes 
12. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 3. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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was es gaͤbe und warum ſie ſo erſchrocken waͤre? Aleris erzahlte ihm den Grund, obgleich ſie eigentlich keine Urſache anzugeben wußte, denn das Betragen der Frau war zwar kuhn und aufdringlich, aber kei⸗ neswegs bedrohend. Sie ſagte ihm alſo blos, ſie habe am Roſamunden⸗Brunnen einer Wahrſagerin begeg⸗ net, von der ſie ſich nur mit einiger Muͤhe haͤtte los⸗ reißen koͤnnen.

„Ach die Zigeunerdiebe,“ ſagte Jocolin,„ſie ha⸗ ben es ſchon ausgeſpuͤrt, daß es etwas zu eſſen in der Spveiſekammer gibr!— Dieſe Landſtreicher haben einen Geruch wie die Raben. Sehen Sie, Fraͤulein Alexis, Sie werden jetzt in dieſem blauen Himmel auf eine Meile weit keinen Raben und keine Krähe ſehen, aber laſſen ſie ploͤtzlich ein Schaf umſinken, und ehe noch das arme Thier todt iſt werden Sie ein Dutzend ſolcher Gaͤſte aͤchzen hören, als wenn ſie ſich gegenſeitig zum Gaſtmahl einladeten. Gerade ſo

verhaͤlt es ſich mit dieſen wandernden Bettlern. Wenn

nichts Zu geben da iſt, werden Sie wenige ſehen, aber wenn der Topf voll iſt, wollen ſie auch ihren Antheil daran baben.“ 4

„Du biſt ſo ſtolz auf den kriſchen Zuwachs in der Vorrathskammer,“ ſagte Alexis,„daß Du glanbſt, ein Jeder habe eine Abſicht darauf. Doch glaube ich, wird es das Weib nicht wagen, ſich Deiner Kuͤche zu nahen..

„Es wird auch wohl am beſten fuͤr ſie ſeyn,“ er⸗ wiederte Jocolin,„ſonſt wuͤrde ich ihr etwas zur Verdauung geben.— Aber geben Sie mir den Krug, es iſt doch ziemender, daß ich ihn trage als Sie.— Aöereus iſt das, was glaͤnzt denn da auf dem Bo⸗

en?¹ 1 6ch glaube die Frau warf etwas hinein,“ ſagte exis.

„Nein da muͤſſen wir nachſehen, denn es kann

ein Zauber ſeyn, und wir haben ſchon Teufelszeug genug in Woodſtock— wir wollen das Waſſer nicht