Woodſtock oder
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Eine Erzaͤhlung aus dem Jahre ſechszehn hundert ein und fuͤnfzig.
Erſtes Kapitel.
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Wir haben unſern Freund Markham Everard dem Laufe ſeiner beunruhigenden Gedanken uͤberlaſſen. Die alten Sagen vom Zimmer des Victor Lee, welche er zwar oft als ungegruͤndet verwerfen wollte, trugen dennoch dazu bei, die gegenwaͤrtige unbehagliche Span⸗ nung ſeiner Nerven zu erhoͤhen. Wenn er damit die Begebenheiten des Nachmittags verglich, die Waffe, womit man ihn bedroht hatte, den ſtarken Arm, durch den er zur Erde geworfen wurde, ſo mußte ihn das natuͤr⸗ lich auf die Vermuthung fuͤhren, daß in irgend einem Theil des weitlaͤufigen Gebaͤudes ein Haufen Koͤnig⸗ lichgeſinnter verſteckt ſeyn muͤſſe, welche in der Nacht die Wache uberwaͤltigen, und an allen, beſonders aber an Harriſon, als an einem der koͤnigsmoͤrderi⸗ ſchen Richter, den Tod ihres Gebieters raͤchen wuͤrden.
Er machte ſich jetzt Vorwuͤrfe daruͤber, daß er
ſich ſo leicht das Verſprechen des Stillſchweigens hatte
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