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geizigen Soldaten auf ſeiner neuen Laufbahn werden, und ihn anreizen, eine neue Art der Tyrannei zu errich⸗ ten? Man kann ſich der Unterdruͤckung unterwerfen, aber ein anderes iſt es, der Geſchaͤftsfuhrer der Tyran⸗ nen zuꝛwerden— und ach Markham— Ihr Bluthund!“
„Was, Bluthund?— Was meinen Sie?— Ich geſtehe, daß ich gerne die Wunden meines blutenden Vaterlands verbinden helfen wuͤrde, ſelbſt wenn Crom⸗ well nach ſeinem unvergleichlichen Steigen ſich mit ei⸗ nem weiteren Schritte der hoͤchſten Gewalt nahen ſollte. — Aber ſein Bluthund zu ſeyn! Was meinen Sie da⸗
it?
„Iſt es alſo falſch? Ich habe gleich darauf ſchwoͤ⸗ ren wollen, daß es unwahr iſt.“
„Was meinen Sie denn um Gotteswillen.“
„Es iſt alſo nicht wahr, daß Sie ſich verbindlich gemacht haben, den jungen Konig von Schottland zu verrathen?“
„Verrathen! Ich ſollte ihn, oder irgend einen an⸗ dern Fluſchtling verrathen? Nein— niemals! Ich woll⸗ te, er ware gluͤcklich aus England.— Ich wollte ihm meine Huͤlfe zur Flucht anbieten, und waͤre er im Au⸗ genblicke in dieſem Hauſe, und wurde noch glauben, feinen Feinden einen guten Dienſt zu thun, indem ich ſie verhinderte, ſich mit ſeinem Blute zu beflecken,—
aber ihn verrathen— niemals!“
„Ich wußte es— ich war ſicher, daß es unmoͤg⸗ lich iſt. Aber feyn Sie noch rechtlicher, reißen S ie ſich von jenem finſteren ehrgeizigen Soldaten los! Fliehen Sie ihn und ſeine ungerechten Plaͤne, welche nur durch ferneres Blutvergießen ausgefuͤhrt werden koͤnnen.“
„Glauben Sie mir,“ erwiederte Everard,„daß ich den Weg einſchlagen werde, welcher fuͤr unſere Zeit am paſſendſten iſt.“
„Waͤhlen Sie den, der ſich am paſſendſten mit Ih⸗ rer Pflicht vertraͤgt, Markham, der fir Wahrheit und Ehre am paſfendſten iſt. Erfällen Sie Ihre Pflicht,
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