9 niemand trinken. Ich will auch gewiß keinen Schop⸗ pen Wein verſuchen, bis ich Dir Deinen Auftrag be⸗ ſorgt habe. Es bleibt alſo dabei, ich bin Dein Secre⸗ taͤr— Dein Schreiber, wollt ich ſagen, trage Deine
Depeſchen zum Cromwell, und nehme mich wohl in
Acht, mich durch mein Stuͤckchen von Royalitaͤt zu verrathen, auch werd' ich es beſtens den loyalen Haͤnden übergeben, an die es in tiefſter Unterthaͤnig⸗ keit adreſſirt iſt.— Aber hoͤre Mark, denke doch noch ein wenig daruͤber nach, Du wirſt es doch gewiß nicht ſo weit treiben, daß Du mit dieſem blutigen Rebellen gemeine Sache machſt? Beſtehl mir lieber, ihm einen Stiletſtich zu geben, ich werde es gewiß mit beſſerem Willen thun, als ihm Dein Paket zu uͤberreichen.“ „Halt Freund,“ ſagte Everard,„das geht über unſeren Contract hinaus! Wenn Du mir helfen willſt, ſo iſt es gut, im entgegengeſetzten Fall kann ich keine Zeit verlieren, um mit Dir zu ſtreiten; ein jeder Au⸗ genblick, welcher verſtreicht, ehe der Brief in den Haͤn⸗ den des Generals iſt, ſcheint mir ein Jahrhundert zu ſeyn. Es iſt der einzige Weg, der noch offen ſteht, um fur meinen Oheim und ſeine Tochter Schutz und
Oddach zu erhalten.“
„Wenn das iſt,“ antwortete der Ritter,„ſo will ich meinen Sporn nicht ſchonen. Mein Pferd ſieht in der Stadt, und wird ſogleich geſattelt ſeyn; und dann kannſt Du ſicher darauf rechnen, daß ich in ſo kurzer Zeit dem Old Noll— ich wollte ſagen, Deinem Gene⸗


