Teil eines Werkes 
10. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 1. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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Säheng⸗ ſeinen minderglücklichen Gefährten beſchützen ollte.

Sicherlich Freund, ganz ſicher: denn haſt Du mich nicht auch dem gemäß beſchützt? Erretteteſt Du mich nicht vom Strick, und verdanke ich nicht Dir das Brod, das ich eſſe?

Ich habe nur das gethan, was Du, mein theu⸗ rer Wildrake, gewiß ebenfalls gethan hätteſt, wenn es anders geworden wäre. Aber wie ich ſagte, das iſt es eben, wovon ich mit Dir zu ſprechen wünſchte. Wa⸗ rum machſt Du das Geſchäft, Dich zu beſchützen, ſchwe⸗ rer als es an und für ſich iſt? Warum wagſt Du Dich in Geſellſchaft von Soldaten, oder dergleichen Leute, wo Du ſicher ſeyn kannſt, Dich in der Hiße des Ge⸗ ſpraͤchs zu verrathen? Warum gehſt Du auf der Land⸗ ſtraße einher, royaliſtiſche Lieder ſingend und pfeifend, wie ein betrunkener Soldat des Prinzen Rupert, oder wie einer von Willmots prahlender Leibwache?

Weil ich, wie Du wohl weißt, zu meiner Zeit, ſowohl das eine wie das andere war, erwiederte Wildracke.Aber alle Welt, iſt es denn nöthig, daß ich Dich immer daran erinnern muß⸗ daß die Verbind⸗ lichkeit unſeres gegenſeitigen Schutzes, oder wenn ich mich ſo ausdrücken darf, unſer Schutz⸗ und Trutz⸗ Bündniß in Wirkſamkeit treten ſollte, ohne Bezug auf die politiſchen und religiöſen Anſichten des beſchützten Theils und ohne die geringſte Verbindlichkeit für den Beſchützten, die ſeines Freundes anzunehmen 2⸗7

Das iſt wieder wahr, ſagte Everard;aber

mit der höchſtnöthigen Einſchränkung, daß dieſer Theil ſich den äußeren Formen der Zeit unterwerfen ſollte, die es für ſeinen Freund leichter und ſicherer machen, ihm zu dienen. Du aber brichſt immer hervor auf die Gefahr Deiner eigenen Sicherheit und meines Ein⸗ fluſſes.

Ich ſage Dir Mark, und würde es ſelbſt Dei⸗

nem Namens⸗Vetter, dem Apoſtel ſagen, daß Du un⸗

gerecht gegen mich biſt. Du warſt ſtetsnuͤchtern und