tor Rochecliffe wäre gegenwärtig geweſen, der ſeine Vatte⸗ rie immer mit der vulgata und der sepiuaginta und wer weiß mit was noch beſetzt hatte, der hätte ihm den preß⸗ byterianiſchen Geiſt mit Vierundzwanzigpfündern zu Boden gedonnert. Doch freut es mich, daß der jun⸗ ge Mann keine Schleichwege ſucht; denn hätte er auch in religibſen Dingen des Deufels Anſichten, und in politiſchen, die des alten Noll, ſo thäte er doch beſ⸗ ſer, es laut auszurufen, als Dich mit krummen We⸗ gen zu umgehen, oder uns auf eine falſche Spur zu führen. Komm, trockne Deine Augen— der Streit iſt vorüber, und wird wohl auch⸗ hoffentlich nicht ſo⸗ bald wieder aufleben.“.
Ermuntert durch dieſe Worte erhob ſich Alexis, und ſo betäubt ſie auch war, ſo verſuchte ſie es den⸗ noch, die Einrichtung zu dem Abendeſſen und zu ih⸗ ren Lagerſtätten in der neuen Wohnung zu beſichtigen. Aber ihre Thränen rollten ſo heftig, daß ſie ihren er⸗ zwungenen Eifer Lügen ſtraften, und es war gut, ſehr gut, daß Phöbe, wenn ſie ſchon zu unwiſſend und zu einfach war, um die Größe ihres Kummers zu begrei⸗ fen, ihr doch bei Mangel an⸗ Mitgefuͤhl Beiſtand lei⸗ ſten konnte.
Mit großer Schnelligkeit und Gewandheit ordnete das Mädchen alles was dazu nöthig war, um das Abend⸗
eſſen und die Betten einzurichten; bald ſchrie ſie der
Dame Jellicot in's Ohr, bald flüſterte ſie mit ihrer Gebieterin, und betrug ſich dabei ſo gewandt, daß ſie nur der Geſchäftsführer unter den Befehlen der Alexis ſchien. Als die kalte Küche aufgetragen ward, drang Sir Henry Lee freundlich in ſeine Tochter, doch auch einige Erfriſchungen anzunehmen, als wollte er mit ſei⸗ ner jetzigen Freundlichkeit ſeine frühere Härte wieder gut machen. Er ſelbſt aber zeigte ſich als einen geüb⸗ ten Kriegsmann, dem weder die Demüthigung noch der Streit des heutigen Tages und die Sorge fuͤr den
konden Appetit zum Abendeſſen rauben konnte, das ringsmahl war. Er verzehrte zwei Drittel des


