Teil eines Werkes 
10. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 1. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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Ich glaube wahrhaftig,

Held gürt an das Schwert an deine Hüfte⸗

Dieß iſt dein Schmuck, die Majeſtät!

Die Majeſtät! ſo zeug dahin! Es glück

Zum Schutz der Wahrheit.

Ueber dieſen Text begann er eine jener wilden Deklamationen, welche zu dieſer Zeit nicht ſelten wa⸗ ren, wo man die Gewohnheit angenommen hatte, die Bibelſprache zu verdrehen, und auf neuere Begeben⸗ heiten zu beziehen. Mit dieſen Worten, welche ſich eigenklich auf den Koͤnig David bezogen, und ſymbo⸗ liſch auf den Meſſias gedeutet wurden, war nach der Auslegung des kriegeriſchen Predigers ohne allen Zwei⸗ fel Oliver Cromwell, der ſieggekroͤnte Feldherr der neuentſtandenen Republik gemeint. 3

O Held! guͤrt' an das Schwerd an Deine Huͤf⸗ tel rief der Redner mit Nachdruck aus,und gewiß das war ein ſchoͤneres Stuͤck Stahl als nur je von einem Bruſtharniſch herabhing, oder gegen einen Sat⸗ telknopf anſchlug! Ja⸗ ſpitzt nur die Ohren Ihr Herrn Meſſerſchmiede von Woodſtock; glaubt wohl gar, Ihr verſtaͤndet etwas von einem guten Jagdſchwerd? Habt's wohl gar geſchmiedet? Ei freilich, ich denke doch. Wurde nicht etwa der Stahl mit Waſſer aus dem Roſamunden⸗Brunnen, oder die Klinge von dem gl⸗ ten, erbaͤrmlichen Prieſter zu Godſtow eingeſegnet? Ihr wollt uns glauben ma⸗ chen, Ihr haͤttet es geſchmiedet, gehaͤrtet⸗ gewetzt und polirt, da es doch nie auf einen Woooſtocker Ambos