Teil eines Werkes 
10. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 1. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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in die Hoͤhe ziehen konnte. Nicht zu vergeſſen, daß der ehrenwerthe Pfarrer eine Brille und einen langen, hie und da ergrauten Bart trug, und eine Handbibel mit einem ſilbernen Schloſſe in der Hand hielt. Am Fuße der Kanzel hielt er eine Minute, um wieder zu Athem zu kommen und ſtieg dann, je zwei Stu⸗ fen zumal nehmend, eilig die Treppe hinauf. Aber einer der Soldaten ergriff ihn beim Man⸗ tel und hielt ihn auf. Es war ein kraͤftiger Mann von gewoͤhnlicher Groͤße, mit feurigem Auge und Ge⸗ ſichtszuͤgen die, wenn ſie gleich Offenheit und Einfach⸗ heit verkuͤndigten, doch die Aufmerkſamkeit feſſlen. mußten. Seine Kleidung, zwar nicht ſtreng nach der Ordonnanz, war doch militaͤriſch. Er trug lange Beinkleider von Kalbleder, und ein Schwerdt von 4 unverhaͤltnißmaͤßiger Laͤnge ward auf der anderen Seite von einem Dolche balancirt. In ſeinem ſaffianenen Gurt waren ein paar Piſtolen verwahrt. Der Geiſtliche ſah ſich um und frug den Solda⸗ V ten, nicht eben ſehr hoͤflich, was er wolle. Hoͤre, Freund, ſagte dieſer,willſt du etwa jetzt dieſen Leuten predigen? Ja freilich, antwortete der Pfarrer;denn ſewohl meine Pflicht als mein Stand gebieten mir, uͤber das Evangelium zu predigen und ich wuͤrde mich ſehr ungluͤcklich ſchaͤtzen, wenn ich es unterließe! 1 Ich bitte Dich, Freund, halte mich nicht auf!