277.
„Aber iſt er von Adel?“ fragte der Herzog,„ſtammt er aus edlem Blute? Außerdem iſt unſer Verſprechen unguͤltig!“
„Er iſt freilich wohl ein ziemlich unfuͤgſames Stuͤck Holz,“ ſagte Crawford, indem er auf die große und un⸗ beholfene Geſtalt des Bogenſchuͤtzen deutete;—„allein ich wette, er iſt ein Zweig von dem Baume von Rothes,— und die ſind denn eben ſo edel g als irgend ſonſt ein Haus in Frankreich oder B irg eitdem von ihrem
Stifter geſagt worden iſt:— Zwiſchen dem Leſſ⸗ler und dem ſun 1 Ort Erſchlug er den Koͤnig und ließ ihn dort.“
„Nun, ſo hilft es denn Nichts,“ ſagte der Herzog, „die ſchoͤnſte und reichſte Erbinn Burgunds muß das Weib eines gemeinen Miethſoldaten werden, wie dieſer da, oder ſie muß in einem Kloſter ſierben; und doch iſt ſie das einzige Kind unſers getreuen Reginald von Croye! ich bin doch zu vorſchnell geweſen.“*
Eine Wolke ließ ſich auf ſeiner Stirn nieder, zum großen Erſtaunen ſeiner Pairs, welche ſelten bemerkt hat⸗ ten, daß er auch nur das geringſte Zeichen von Reue uͤber einen gefaßten Entſchluß ſich hatte merken laſſen.
„Halt! halt! noch einen Augenblick!“ ſagte Lord Crawford;„es mag wohl Alles beſſer ſeyn, als Ew. Gnaden vermuthen. Hoͤrt nur, was dieſer Reiter zu ſa⸗ gen hat! Sprich, Mann! und es ſoll Dein Schade nicht ſeyn,“ ſagte er fuͤr ſich zum Benarbten.—
Allein dieſer rohe Soldat, ob er gleich eine Auskunft


