275 Komm mit mir! verliere kein Wort weiter! Komm nur, komm!—.
„Nun!“ ſagte der Benarbte,„verſprochen habe ich's ihm eigentlich nicht; denn, um die Wahrheit zu ſagen, ich hatte ſchon den Kopf herunter, ehe die Zunge ſich noch be⸗ wegen konnte. Im Leben habe ich mich nicht vor ihm ge⸗ fuͤrchtet, beim heiligen Martin von Tours, und nach dem Tode werde ich eben ſo wenig Furcht haben. Ueberdieß wird mir mein Gevatter, der Bruder von St. Martin, einen ganzen Topf voll Weihwaſſer geben.“
Als die hohe Meſſe voruͤber war, welche in der Kathe⸗ dralkirche von Luͤttich gehalten wurde, ſo kam die geaͤng⸗ ſtete Stadt wieder in einen gewiſſen Zuſtand von Ord⸗ nung. Ludwig und Carl ſchickten ſich an, die Anſpruͤche derer zu vernehmen, welche waͤhrend der Schlacht einen ausgezeichneten Dienſt geleiſtet hatten. Diejenigen, welche ſich auf die Grafſchaft von Croye und ihre ſchoͤne Herrinn bezogen, wurden zuerſt vorgenommen, und zum großen Mißvergnuͤgen verſchiedener Bewerber, welche ſchon den ſchoͤnen Preis errungen zu haben meinten, ſchienen ihre Anſpruͤche großem Zweifel und vieler Ungewißheit zu un⸗ terliegen. Crevecoeur wies die Haut von einem Eberkopf auf, dergleichen Wilhelm von der Mark gewoͤhnlich zu tragen pflegte; Dunois brachte einen zerſpaltenen Schild vor, mit ſeinem Wappen bezeichnet; und ſo gab es noch Andere, welche auf das Verdienſt Anſpruch machten, den Moͤrder des Biſchofs in die andere Welt befoͤrdert zu ha⸗ ben, indem ſie zugleich ein aͤhnliches Zeichen darlegten; deun der hohe Preis, der auf Wilhelms Kopfe ſtand, hatte


