ſeiner gefahrvollen Lage von Zeit zu Zeit machte, einen tiefem Schlafe zu entgehen, ſich bewußt war, daß er wache. Jeden Augenblick rief ihn ein lebhaftes Bewußtſeyn der Gefahr, vom Pferde zu fallen, oder mit demſelben zu ſtuͤr⸗ zen, aufs neue zur Anſtrengung und Geiſtesgegenwart auf; aber nicht lange waͤhrte es, ſo wurden ſeine Augen wieder durch verwirrte Schatten, gemiſcht aus allen Far⸗ ben, verdunkelt, die mondbeleuchtete Landſchaft entſchwand ſeinen Blicken, und fiel in einen ſolchen Zuſtand der Er⸗ ſchoͤpfung, daß Graf Crevecveur, dieß gewahrend, zweien ſeiner Leute befehlen mußte, ihm ſiets zur Seite zu blei⸗ ben, damit er nicht vom Pferde fiele.
Als ſie endlich die Stadt Landrecy erreichten, ließ der
Graf, bemitleidend den Juͤngling, dem ſeit drei Naͤchten
wenig Schlaf in die Augen gekommen war, vier Stunden halt machen, um ſeinen Begleitern und ſich ſelbſt etwas Ruhe und Erfriſchung zu vergoͤnnen.
Noch lag Quentin im tiefen Schlafe, als des Grafen
Trompeter zum Aufſitzen bließ, und die Fouriere und
Quartiermeiſter den lauten Ruf ertoͤnen ließen:„auf, auf, Ihr Herren, aufgeſeſſen, aufgeſeſſen;“— Obwohl ihm dieſe Toͤne zu fruͤh ins Ohr drangen, um willkommen zu ſeyn, ſo erwachte er doch als ein ganz anderer Menſch an Kraft und Muth, als er beim Einſchlafen geweſen war. Vertrauen auf ſich ſelbſt und auf ſein Gluͤck kehrte mit ſei⸗ nen Lebensgeiſtern und mit der ſteigenden Sonne zuruͤck. Au ſeine Liebe dachte er nicht mehr, als an einen eitlen aus⸗ ſchweifenden Traum, ſondern als an ein hohes, belebendes Prinzip der Kraft und Thaͤtigkeit, das ihn auf immer beſeelen ſollte, wenn er gleich nie hofſen konnte, ſeine Lei⸗
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