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unter ihm her. Spaähend blickte er hinab und entdeckte zu ſeinem Schrecken einen Jaguar, der aus dem Strom auf⸗ tauchend am Fuße des Baumes feſten Boden ſuchte. Noch war ein Theil des Granitblockes von den noch immer wach⸗ ſenden Wellen unbedeckt. Hier nahm das beutehungrige Thier ſeinen Platz, ſtreckte die Vordertatzen weit aus, legte ſich, die Bruſt herabdrückend, auf dieſelben, erhob den Rücken, ſchlug gewaltige Ringe mit dem ſchöngetigerten Schweif und reckte das Haupt ſpähend und brüllend gegen den Baum hinauf. Es war augenſcheinlich, der ſcharfe Geruch des Tigers hatte die Beute auf dem Baume ge⸗ wittert und er ſuchte jetzt nur zu erlauern, wie er ihr am beſten beikommen könne. Gleichſam als ſinne er einen Angriffsplan aus, beſchaute er mit ſeinen funkelnden Blik⸗ ken den Baum von unten nach oben, ging in ſcheuen Kreiſen mit ſeltſam eingekrümmtem Rücken herum, ſetzte ſich dann auf den Schweif und die Hintertatzen und ſteifte ſich trotzig auf die vordern, als wolle er ſeinen Gegner zum Kampfe aufmuntern. Er erhob ſich wieder, that ei⸗ nige Sätze, wälzte ſich zweimal um und um, als mache er ſich recht kampfwollüſtig, und blieb endlich mit gierig fun⸗ kelndem Blick, wild ſchlagender Bruſt und lechzender Zunge vor dem Stamme ſtehen. William erblickte dieſen neuen Feind zwar mit Schrecken, doch erregte er ihm nicht jenen nervenquälenden Schauder, welchen er den Iguanas gegenüber empfunden hatte. Er fühlte, daß dieſer zwar ein gefährlicher Gegner, doch aber einer ſei, mit dem er den Kampf un⸗ ternehmen und bis auf's äußerſte zu treiben Muth hatte; ja, wäre er bei Kräften geweſen, er würde ſich vielleicht darauf gefreut haben. Indeſſen hielt er ſich ſtill, griff nur nach ſeinem keulenartigen Stabe und erſah ſich einen vor⸗ theilhaften Sitz, um den Gegner verſchanzt und doch mit


