Das weltgeſchichtliche Schauſpiel, welches ſich im Jahre 1789 in Paris zu entwickeln begann, ſich aber bald ganz Europa zur Schaubühne machte, hatte einen jungen Schot⸗ ten, Namens William, nach den Ufern der Seine gelockt. Er war reich, ohne Verwandte oder Freunde zu haben, denn er ſtammte nicht aus einer geſetzlichen Ehe, ſondern war der Sohn eines engliſchen Lords und eines armen, verführten ſchottiſchen Mädchens, das ſich nach ihrem Fehl⸗ tritt mit tiefſter Reue und Beſchämung in ländliche Ein⸗ ſamkeit zurückzog, wo ſie von einem ſpärlichen Jahrgehalte lebte, den ihr der Verführer ihrer Jugend ausgeſetzt hatte. Hier beſchäftigte ſie ſich nur mit der Erziehung ihres Soh⸗ nes, wobei ihr ein alter Geiſtlicher treu und hülfreich zur Seite ſtand, der früher als Miſſionair in Oſt⸗ und Weſt⸗ indien geweſen war und daher trot ſeines friedlichen Stan⸗ des und ſeiner ſtillen religiöſen Richtung die Welt auch in ihrem äußerlichen Treiben vielfach kennen gelernt und ſich in Thaten verſucht hatte. Auf eine ſolche Weiſe war Wil⸗ liam eben ſo zu einem innerlich tiefen, als äußerlich that⸗ kräftigen und gewandten Jüngling herangereift. Ein glück⸗ licher Zufall verſchaffte ihm in ſeinem zwanzigſten Jahre einen kleinen Dienſt als Forſtaufſeher, der ihn in den
Stand ſetzte, ſeine nunmehr alternde Mutter zu unterſtützen. 4 12* 3
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