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mung der Einwohner zu erregen. Man hoffte ſo den erſt
beginnenden Aufſtand in Spanien durch Milde im Fort⸗
gange zu hemmen und in dieſem Sinne waren die Maßre⸗
geln in Betreff der Gefangenen aus jenem Guerilllagefecht
getroffen und höhererſeits gebilligt worden. Dennoch konnte
man ſich bei dem unbeugſamen Sinn der meiſten Spanier
und bei dem Einfluß der Mönche, die von jedem noch ſo
heilig gegebenen Verſprechen entbanden, für jeden Frevel
der entſetzlicſſten Art Abſolution ertheilten, durchaus nicht
auf Diejenigen verlaſſen, welche die Waffen niedergelegt und
ſie nicht wieder zu ergreifen verſprochen hatten. So war
denn auch der alte Don Pedro Vallardos höchſt verdächtig,
daß er, wenn er auch aus einem altritterlichen Gefühl für
die Heiligkeit eines Ehrenwortes die Waffen nicht ſelbſt wie⸗
der ergriff, doch jede Unternehmung der Art begünſtigen
möchte. Sein Schloß im Gebirge konnte den Guerillas ein
zu willkommener Stützpunkt in vielfacher Hinſicht ſein. Ent⸗
weder begünſtigte es unter dem Vorwande gaſtlichen Be⸗
ſuchs geheime Zuſammenkünfte, wo gemeinſchaftlich Plane
entworfen wurden; oder es diente Verſprengten zum Zu⸗
fluchtsort, oder bot Räume genug dar, um Waffen und
ſonſtige Vorräthe aufzubewahren. Ja, es konnte im Noth⸗
fall ſogar ein hartnäckiger Punkt der Vertheidigung werden,
da es aus der ritterlichen Zeit Navarras her noch Feſtungs⸗
werke beſaß, die man in der Eile hinlänglich in Stand ſetzen
konnte, um den Gegner zu einem großen Opfer von Men⸗ ſchen oder Zeit zu zwingen.
1 Alle dieſe Gründe hatten die franzöſiſchen Oberbefehls⸗
haber beſtimmt, daſſelbe zu beſetzen. Unter dem Vorwande,
daß man darin einen militairiſchen Punkt von Wichtigkeit
ſehe, deſſen man ſich verſichern müſſe, war eine Infanterie⸗
. compagnie dahin abgeſandt worden; doch, um der Maßregel
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